| Unbekanntes Kirchner-Skizzenbuch in französischer Sammlung entdeckt |
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| Sonntag, 04. Mai 2008 um 15:33 Uhr | ||
Dies teilte das Kölner Auktionshaus Lempertz am Freitag mit. Das Heft enthalte 95 Zeichnungen, die zwischen 1921 und 1925 entstanden seien. Neben den Skizzen in verschiedenen Zeichentechniken sei in dem Heft auch eine Textseite als Entwurf eines Briefes enthalten, sagte ein Lempertz- Sprecher. Das schwarze Wachstuchheft mit seinen 180 Seiten sei seit fast 60 Jahren in französischem Familienbesitz gewesen. Der Fund werde in das wissenschaftliche Werkverzeichnis der Skizzenbücher des bedeutenden Expressionisten aufgenommen, sagte der Sprecher des Kölner Auktionshauses. Kirchners über 180 Skizzenbücher seien nahezu alle in Museumsbesitz. Das mache dieses aus Privatbesitz stammende Exemplar zu einer Rarität. Das Buch soll bei der Auktion Moderne Kunst am 28. Mai bei Lempertz in Köln versteigert werden; der Schätzpreis betrage bis zu 60 000 Euro. Nach Aussagen des Kirchner-Forschers Gerd Presler sei das Heft «ein in Umfang und Qualität herausragender Fund». Kirchner habe das Skizzenbuch benutzt, «um seinen unmittelbaren schöpferischen Alltag künstlerisch zu verdichten». Die zahlreichen neu entdeckten Zeichnungen fänden teilweise im Werk Kirchners motivische Entsprechungen, so etwa zu bestimmten Landschaftsgemälden, zu Radierungen, zu anderen zeichnerischen Skizzierungen und auch zu Fotos des Künstlers. Gezeichnet habe er Skizzen von Menschen im Café und auf der Straße, von Arbeitern beim Befestigen eines Abhanges unterhalb seines Hauses, das er 1923 bezogen hatte oder aus dem Alltag der Bergbauern. Kirchner selbst nannte seine Skizzen «geboren in der Ekstase des ersten Sehens». (Internet: www.lempertz.com) |
























































