| Museumsbund: Chancen für die Museen im digitalen Zeitalter |
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| Dienstag, 06. Mai 2008 um 16:18 Uhr | ||
«Das Museum ist spannender als jemals zuvor, denn das Museum ist das Original», sagte er in einem Gespräch mit der deutschen Presse-Agentur (dpa). Bei seiner Jahrestagung bis zum 7. Mai in Emden befasst sich der Museumsbund mit dem Thema «Museen in der Informationsgesellschaft». «Wir sehen die Museen als Wissensspeicher so ähnlich wie Bibliotheken in denen Wissen in Form von Gegenständen eingelagert ist», sagte Eissenhauer. Zur Vermittlung von Wissen in den Museen gebe es mittlerweile digitale Medien: «Für uns ist es eine Riesenchance, näher an das Publikum heranzukommen», sagte er. Heute habe praktisch jedes Museum einen Webauftritt und es gebe zunehmend auch Museen, deren Sammlungen oder Kataloge online abrufbar seien, erklärte Eissenhauer. Noch seien nicht alle Bestände komplett im Internet zu finden: «Das wird noch viele Jahre dauern», sagte der Museumsfachmann. Der Trend gehe aber dahin. Dass die Museen leer bleiben, wenn alles im Internet zu finden ist, glaubt Eissenhauer nicht. In den vergangenen 30 bis 50 Jahren seien die Besucherzahlen in den Museen «irrsinnig gestiegen», erklärte er. Parallel dazu sei heute «praktisch jedes halbwegs berühmte Bild» jederzeit gedruckt irgendwo zu kaufen. «Trotzdem hat die Neugierde auf Museen ständig zugenommen», sagte er. «Ich glaube eher, dass mit einem verbreiterten Wissen darüber, was es gibt und wo es das gibt, die Faszination, das Original auch anzuschauen, eher zunimmt als abnimmt.» Das Verhalten der Besucher habe sich geändert, sagte Eissenhauer. Die Menschen wollten heute das Wissen anders vermittelt bekommen als noch vor 20 Jahren. Die junge Generation sei intuitives Lernen mit elektronischen Medien gewohnt. Bei der Wissensvermittlung müssten sich die Museen neuer Medien bedienen, meinte Eissenhauer. Als Beispiele nannte er die Digitalisierung von Objekten, das Online zur Verfügung Stellen von wissenschaftlichen Ergebnissen und Bestandskatalogen, sowie den Einsatz unterschiedlicher Vermittlungs- und Lernmedien in den Museen. Das Absufen des in den Museen gespeicherten Wissens müsse weltweit möglich und möglichst hürdenlos sein. «Dazu eignen sich besonders natürlich neue Medien.» Gespräch: Amélie Fidric, dpa (Internet: www.museumsbund.de) |
























































