| Russische Kunst von der Ikone bis zur Moderne erstmals am Bodensee |
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| Dienstag, 06. Mai 2008 um 16:20 Uhr | ||
Die Städtische Galerie in Überlingen zeigt vom 9. Mai bis zum 26. Oktober 95 Werke der Kollektion Norbert Kuchinke von der Ikone bis zur Moderne. Darunter sind Arbeiten von sogenannten inoffiziellen Malern, die staatlicher Repression ausgesetzt waren und im Westen völlig unbekannt sind, wie Überlingens Kulturamtsleiter Michael Brunner am Dienstag sagte. Die Schau ist in Kooperation mit dem Museum in Goch (Nordrhein-Westfalen) entstanden, das 2007 jedoch eine andere Auswahl aus der Privatkollektion präsentiert hat. Die Ausstellung in Überlingen hat die Schwerpunkte Ikonen des 15. bis 19. Jahrhunderts, Werke der Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts sowie Objekte und Bilder von 1950 bis 1990. Bei dem Blick auf die Arbeiten wird nach Brunners Angaben deutlich, wie die religiöse Malerei die bildende Kunst Russland bis in die Gegenwart geprägt hat. Norbert Kuchinke (Jahrgang 1940) war von 1973 bis 1983 Russland-Korrespondent von «Spiegel» und «Stern» und lebt heute als Buch- und Film-Autor in Berlin und Moskau. «Er hat schon früh mit wenig Geld gute Stücke zusammengetragen», berichtete Brunner. Die Kuchinke-Sammlung gilt als eine der größten russischer Kunst in Privathand. Zu sehen sind rund 30 Ikonen. Einen Teil der Heiligenbilder hat der Sammler durch den Erwerb vor endgültiger Zerstörung bewahrt. Die klassische Moderne ist ebenfalls mit etwa 30 Werken vertreten. Zu den Highlights gehören Bilder von Iwan Puni, Weggefährte von Kasimir Malewitsch, der Anfang des 20. Jahrhunderts radikal mit der herkömmlichen Malerei brach und mit seinen schwarzen und weißen Quadraten berühmt geworden ist. In der Gruppe der Gegenwartskunst erregen die farbenfrohen, pseudo-naiven Traumbilder von Leonid Purygin (1951-1995) Aufsehen. |
























































