| Rekordpreis für Léger aus deutscher Sammlung in New York |
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| Donnerstag, 08. Mai 2008 um 22:40 Uhr | ||
Das Bild «Étude pour La Femme en Bleu» (1912/13) des französischen Künstlers Fernard Léger ging am Mittwochabend (Ortszeit) bei einer Sotheby's-Versteigerung an die Züricher Kunsthändlerin Doris Ammann. Der bisherige Auktionsrekord für ein Léger-Bild lag mit 22,4 Millionen Dollar fast um die Hälfte niedriger. Der Kunstsammler Hermann Lange, ein Industrieller aus Krefeld, hatte die ungewöhnlich dichte Komposition der «Blauen Frau» Ende der 20er Jahre erstanden. Seither blieb sie in der Familie, die sie jetzt zum Verkauf anbot. Sotheby's lobte das Bild als eines der letzten Schlüsselwerke des Kubismus, das noch in privater Hand ist. Einen weiteren Rekord fuhr Edvard Munchs Gemälde «Mädchen auf einer Brücke» ein. Es erzielte 30,8 Millionen Dollar - fast drei Mal so viel wie der bisherige Auktionsrekord für den norwegischen Künstler. Das Bild der Mädchengruppe mit einer neuen, radikalen Perspektive stammt von 1902 - einer Zeit, die Munch («Der Schrei) selbst für sehr entscheidend hielt. «Diese Jahre von 1902 bis zur Klinik in Kopenhagen waren die unglücklichsten, die schwierigsten und trotzdem die schicksalhaftesten und produktivsten Jahre meines Lebens», schrieb er später. Die größte Überraschung des Abends gab es, als das Stillleben «Le Géranium» (1910) von Henri Matisse mit 9,5 Millionen Dollar die höchsten Schätzungen um fast das Dreifache übertraf - sechs Interessenten trieben den Preis der «New York Times» zufolge in einem spannenden Bieterverfahren in die Höhe. Insgesamt konnte Sotheby's bei der Versteigerung impressionistischer und modernen Kunst eigenen Angaben zufolge 235 Millionen Dollar erzielen und lag damit ziemlich genau im Mittelfeld der zuvor auf 200 bis 280 Millionen Dollar geschätzten Einnahmen. 11 von 52 Angeboten blieben unverkauft. Anders als am Vortag beim Erzrivalen Christie's kam der Löwenanteil der Käufer aus den USA (67 Prozent), die Europäer stellten nur 27 Prozent. Bei Christie's waren es zu mehr als der Hälfte Europäer gewesen, die Amerikaner machten nur etwa ein Drittel der Käufer aus. Die traditionellen Frühjahrsversteigerungen in New York werden in der kommenden Woche mit zeitgenössischer Kunst fortgesetzt. |
























































