| «Wagenrennen» im Depot - Vergessenes Marées-Werk «wiederentdeckt» |
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| Mittwoch, 14. Mai 2008 um 19:43 Uhr | ||
Die fünf Meter lange Kohlezeichnung des bedeutenden Malers und Bildhauers zeigt ein nach antikem Vorbild gestaltetes Wagenrennen, sagte Museumsdirektor Gerhard Finckh am Mittwoch. Es sei die Studie für ein großes, nie verwirklichtes Relief mit Pferdegespannen und nackten Kriegern, das einen idealen Raum für seine Gemälde hätte zieren sollen. Zwar werde die Arbeit im Werkverzeichnis des Künstlers von 1909/10 aufgeführt, sei aber nie veröffentlicht worden und habe rund ein Jahrhundert im Depot geschlummert. Lediglich vor gut zwei Jahrzehnten sei die Zeichnung kurz in einer kleinen Marées-Schau in Wuppertal präsentiert gewesen, dann aber wieder im Museums-Magazin verschwunden. Das Werk war dem Museum 1914 von einem Freund des Künstlers geschenkt worden. Die Wuppertaler Kunsthistoriker hatten die riesige Kohlezeichnung bei der Vorbereitung einer Ausstellung gefunden. Mit rund 180 Werken will das Von der Heydt Museum vom 8. Juni an (bis 14. September) das Gesamtwerk des aus Wuppertal stammenden Künstlers präsentieren, der in seinen Gemälden und Zeichnungen immer wieder menschliche Grundthemen wie Liebe und Tod gestaltet hat und in Rom gestorben ist. Noch um 1950 sei der an antiken Formen und klassischen Motiven orientiere Maler von Kunstwissenschaftlern als «der bedeutendste deutsche Künstler» seines Jahrhunderts eingeschätzt worden, sagte Museumschef Finckh der Deutschen Presse-Agentur dpa. Umso erstaunlicher sei es, dass die «herausragende Bedeutung» der wiederentdeckten großen «Wagenrennen»-Skizze im reichen Marées-Besitz des Wuppertaler Museums so lange übersehen worden sei. |
























































