| Visionen eines Autors und Zeichners - Hugo-Ausstellung in Weimar |
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| Mittwoch, 14. Mai 2008 um 19:56 Uhr | ||
Bis zum 27. Juli werden im sanierten Schillermuseum 60 Zeichnungen Hugos, seine Beziehungen zu Goethe und Weimar sowie sein schriftstellerisches und politisches Wirken vorgestellt. Für die Klassik Stiftung sei die Ausstellung zugleich Auftakt einer Reihe über Doppelbegabungen europäischer Schriftsteller wie Puschkin, Dante, Strindberg oder Shakespeare, sagte Stiftungspräsident Hellmut Seemann am Mittwoch. Das Schillermuseum, 1988 als einziges Kunstmuseum in der DDR eröffnet, ist für 1,2 Millionen Euro saniert worden und wird in den nächsten Jahen die Kunsthalle der Stiftung sein. Die Klassik Stiftung versteht die Hugo-Ausstellung als Auftakt, um «Weimar für europäische Perspektiven zu öffnen», sagte Seemann. Unter den Dichtern Frankreichs sei Hugo am ehesten geeignet, an die Seite von Goethe gestellt zu werden, sagte Ernst-Gerhard Güse, Direktor des Goethe-Nationalmuseums und Kurator der Ausstellung. Beide hätten 30 Jahre zeitgleich gelebt. Goethe hatte das Frühwerk des Franzosen gekannt. Hugos «Cromwell» habe er als schätzenswert, aber unaufführbar bezeichnet, «Notre-Dame von Paris» als das scheußlichste Buch, das jemals geschrieben worden sei. Von ähnlichen gegensätzlichen Ausgangspunkten sind der Klassiker Goethe und der Romantiker Hugo - trotz gleicher Landschaftsmotive - auch an ihre Zeichnungen herangegangen. Neben seinen dunklen visionären Bildern zu politischen Entwicklungen in Frankreich schuf Hugo Landschaften in überraschend zarten Brauntönen - modern und zeitlos zugleich. Er war damit ein Wegbereiter der Moderne und des Surrealismus. Die Mehrzahl der ausgestellten Zeichnungen stammt aus dem Musée Victor Hugo in Paris. |
























































