| Werke der Dresdner Künstlerin Elfriede Lohse-Wächtler am Bodensee |
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| Donnerstag, 06. November 2008 um 06:56 Uhr | ||
Elfriede Lohse-Wächtler, Zeppelin- Museum
Rund 100 Arbeiten der Künstlerin, die zum Kreis um Otto Dix gehörte, werden bis zum 8. Februar 2009 gezeigt, kündigte das Museum am Mittwoch an. Lohse-Wächtlers Arbeiten wurden im Nationalsozialismus als «Entartete Kunst» diffamiert, die Künstlerin wegen angeblicher Schizophrenie entmündigt, zwangssterilisiert und ermordet. Die Schau mit privaten und öffentlichen Leihgaben entstand in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Förderkreis Elfriede Lohse-Wächtler. Das Zeppelin-Museum verfügt neben der Sammlung über den gleichnamigen Luftfahrtpionier auch über eine Kunstsammlung. Dazu gehören zahlreiche Arbeiten des Malers und Grafikers Otto Dix (1891- 1969), der in der Nazi-Zeit seine Dresdner Professur verlor, mit Ausstellungsverbot belegt wurde und jahrzehntelang am Bodensee lebte. Lohse-Wächtler studierte an der Dresdner Kunstakademie und zog 1921 mit ihrem Mann, dem Opernsänger Kurt Lohse, nach Hamburg. Dieser trennte sich von der Malerin, die 1929 wegen Partnerschaftsproblemen und materieller Not nach einem Nervenzusammenbruch in die staatliche Krankenanstalt Hamburg-Friedrichsberg eingewiesen wurde. 1931 nach Dresden zurückgekehrt, kam sie in eine Heil- und Pflegeanstalt in Pirna-Sonnenstein.
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