| Bielefelder Ausstellung zeigt Anfänge der Comic-Strips |
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| Donnerstag, 06. November 2008 um 06:57 Uhr | ||
Museum Huelsmann, Comic-Strips
Unter dem Titel «Jahrhundert der Comics» sind bis zum 5. April gezeichnete Serien zu sehen, die seit 1896 als farbige Beilagen in den amerikanischen Sonntagszeitungen veröffentlicht wurden. «Das Medium Comic wird zu Unrecht als niedrige Kunstform diffamiert. Denn die frühen Comics weisen ein hohes intellektuelles und künstlerisches Niveau auf», sagte Ausstellungskurator Alexander Braun am Mittwoch. Anders als Donald Duck und Mickey Mouse richteten sich die Zeitungs-Comics nicht an Kinder, sondern an ein erwachsenes Publikum. Angesprochen wurden die sozial schwachen Schichten wie die Einwanderer, die vom bürgerlichen Kulturleben ausgeschlossen waren. Als erster Comic erschien 1896 die Serie «Yellow Kid» in den Zeitungen von Randolph Hearst. «Schon damals tauchten die ersten Sprechblasen auf», erläuterte Braun. Die frühen Comic-Zeichner waren ihrer Zeit oftmals weit voraus. So wiesen die Serien von Winsor McCay bereits ab 1904 Elemente des Surrealismus auf. Seine teils drastischen Zeichnungen zeigen Alpträume, deren Ursache stets dieselbe ist: Ein überbackenes Käsebrot liegt den Schlafenden schwer im Magen. Mit «The Kin-der-Kids» hat der spätere Bauhaus-Professor und Maler Lyonel Feininger 1905 die erste von zwei Comicserien für die «Chicago Tribune» vorgelegt. In der Verfolgungsjagd zu Wasser, zu Land und in der Luft sind alle typischen Versatzstücke, die sein bildnerisches Werk prägen, vorhanden: altdeutsche Stadtlandschaften, Schiffe und Meer. Die Jahre der Weltwirtschaftskrise und des Zweiten Weltkriegs waren die Zeit der Abenteuer-Strips. Tarzan und Prinz Eisenherz entführten die Leser an exotische Orte und in fantastische Welten und lenkten die Leser von der Tristesse des Alltags ab. |
























































