| Herbsttagung der Akademie der Künste - Staeck-Zukunft Thema |
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| Samstag, 08. November 2008 um 10:34 Uhr | ||
Berlin, Akademie der Künste, Herbsttagung
Im Mittelpunkt der bis Sonntag dauernden Tagung stehen «offene Gespräche über die Zukunft der Akademie», wozu voraussichtlich auch die im nächsten Frühjahr anstehende Wahl eines Präsidenten gehören wird. Der jetzige Amtsinhaber, der 70-jährige Plakat- und Politkünstler Klaus Staeck war im Frühjahr 2006 für zunächst drei Jahre als Nachfolger des zurückgetretenen Adolf Muschg ins Amt gewählt worden. Möglicherweise wird er bereits auf der Herbstversammlung etwas dazu sagen. Beobachter gehen davon aus, dass Staeck trotz mancher Bedenken für eine weitere dreijährige Amtszeit antreten wird. Akademiemitglieder wie der Schauspieler Ulrich Matthes drängten Staeck bereits zur Wiederwahl, der seinerseits allerdings auch eine große Arbeitsbelastung geltend macht. Staeck hat sein Atelier in Heidelberg und war in den vergangenen Jahrzehnten mit Plakaten wie «Arbeiter, die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen!» berühmt geworden. Als eine seiner erfolgreichsten Arbeiten gilt auch ein Plakat zu einer Tagung des Haus- und Grundbesitzervereins, das Albrecht Dürers verhärmte Mutter zeigt mit der Unterschrift «Würden Sie dieser Frau ein Zimmer vermieten?» Als Akademiepräsident hat sich Staeck für eine stärkere Einbeziehung der Künstlersozietät in gesellschaftspolitische Debatten stark gemacht, wie erst in diesen Tagen zum Thema «Öffentlich- rechtlicher Rundfunk als Medium der Kultur». Auch die seiner Ansicht nach «zunehmende Kommerzialisierung von Kunst und Kultur und der Medien» machte Staeck zum Thema von Akademiedebatten. Eine umfangreiche Veranstaltungsreihe der Akademie widmete sich in diesem Jahr dem Rückblick auf die Jugend- und Studentenrevolte von 1968. An diesem Samstag steht auf der Herbstmitgliederversammlung eine Diskussion zum Thema «Es geht ums Ganze - Das Projekt Demokratie» auf dem Programm, zu der neben Künstlern auch Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) erwartet wird. Die Diskussion tritt an die Stelle der bisher traditionellen «Langen Nacht» der Akademie, in der sich Mitglieder der verschiedenen Sektionen der Akademie wie Musik, Literatur oder Film dem Publikum mit ihren neuesten Werken vorstellten. |
























































