| Kunst, Design, Mode bei «Kunst im Tunnel» |
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| Samstag, 08. November 2008 um 10:35 Uhr | ||
Kunst im Tunnel, Düsseldorf
«Vom Gehen in viele Richtungen» heißt die Schau (bis 4. Januar), die nach Veranstalterangaben von «701 E.V.», einem Düsseldorfer Verein zur Förderung von Kunst und Kultur, eine Ausstellung über kreative «Grenzgänger zwischen den Disziplinen» ist. «Es geht um die Ununterscheidbarkeit von Mode, Kunst und Design», erklärte das Kuratorenduo aus Gabriele Orsech und Bernd Ruzicska am Freitag in Düsseldorf sein Konzept. Über einen «Catwalk», den Gregor Russ als spiegelnde Laufsteg- Skulptur von knapp 30 Metern Länge ins KIT gebaut hat, gelangt der Besucher in die Schau. An der ist etwa die Lettin Thea Gvetadze beteiligt, die ein Ölbild mit Motiven aus dem Märchen «Malanchamala» gemalt und einen identischen, einen Quadratmeter großen, bunt marzipanverzierten Kuchen gebacken hat; ein Kunstwerk, das die Ausstellung wegen «Anschnitts» nicht überdauern wird. Schwarz in Schwarz ist das Environment aus zwei Doppelbetten von Mike Meiré: Gemütliche Alkoven mit Kissen und Steppdecke, in denen der Besucher über Kopfhörer Musik hören kann, während am Betthimmel psychedelisch- abstrakte Muster kreisen. Fotoarbeiten stammen aus der «Mode Depesche», einem unkonventionellen Magazin rund um Couture der Kölner Andreas Hoyer und Andy Scherpereel. Zu sehen sind Aufnahmen zur Trekking-Kollektion des Belgiers Ralf Simons, die die französischen Fotografen Geoffrey Cottenceau und Romain Rousset als witzige «Weltreise» inszeniert haben: Die «Models» sitzen auf Elefanten, Kamelen oder Pferden, die aus zusammengeschobenem Mobiliar provisorisch zusammengezimmert sind.
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