| Ausstellung «China's ReVision» im Ludwig Museum Koblenz |
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| Samstag, 08. November 2008 um 10:37 Uhr | ||
Ludwig Museum, chinesische Kunst
Darunter sind auch Namen wie Yue Minjun, der international mit seinen breit grinsenden Menschen von sich Reden machte. Nach Angaben des Museums vom Freitag umfasst die Ausstellung vor allem neuere Werke der chinesischen Kunstszene. Sie sollen den Wandel in der chinesischen Kunst und Gesellschaft darstellen. Die Ausstellung mit dem Titel «China's ReVision» dauert bis zum 25. Januar 2009. Sie wurde in Zusammenarbeit mit dem Chinesischen Nationalmuseum in Peking gestaltet und soll später auch in China zu sehen sein. Lange herrschte in der chinesischen Kunst die traditionelle Tuschemalerei und eine vom sozialistischen Staat verordnete Propagandamalerei vor. Später versuchten Künstler, Stilrichtungen aus dem Westen wie die Pop-Art nachzuahmen. Heute sind nach Angaben von Museumsdirektorin Beate Reifenscheid alle Formen, Freiheiten und Experimente erlaubt. Dabei würden die Neuerungen, die mit der Öffnung des Landes einhergingen, kritisch hinterfragt. «China hat aufgehört zu träumen, es hat begonnen, über sich selbst nachzudenken», erklären die Ausstellungsmacher den Titel «China's ReVision». Besonders ins Auge fallen zum Beispiel die fetten Menschen von Mu Boyan. Eine Riesengestalt aus Kunstharzplastik («Fatty») liegt bäuchlings auf einer Matratze. Auf der Fettmasse am Rücken hat sich ein Glasgefäß zum Schröpfen festgesaugt. Mit großformatigen Gesichtern beschäftigt sich der Künstler Yan Pei-Ming: Auf der Grundlage von Fotos gestaltet er Malereien, die das Ursprungsporträt deformieren und Charaktereigenschaften des Porträtierten verdeutlichen sollen. An die Gemälde großer europäischer Künstler wie Leonardo da Vinci erinnern dagegen die Malereien von Xia Xiaowan.
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