| Museumsdirektor: «Kiel erkennt erst langsam Bedeutung der Kultur» |
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| Samstag, 08. November 2008 um 10:45 Uhr | ||
Kiel, zeitgenössische Kunst, Kunsthalle Kiel
«Anders als in Lübeck erdrückt uns hier nicht die Geschichte und Tradition. Hier weht ein frischer Wind», sagte der 50-Jährige einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Kiel sei an sich weltoffen. «Diese Haltung könnte ein guter Nährboden für die Kunst sein.» Allerdings beginne die Politik in Kiel erst allmählich die große Bedeutung der Kultur im Städtewettbewerb zu begreifen, bemängelte der Museumsdirektor. «Mit vergleichsweise wenig Geld könnte man der Stadt ein neues, modernes und weltoffenes Image geben.» Ein erster Schritt für Kiel könnte ein Atelierhaus sein, in dem Künstler auch von außerhalb professionell arbeiten könnten, schlug Luckow vor. Er erneuerte zudem seine Vision vom Neubau eines Museum für zeitgenössische Kunst. «Das müsste unsere Elbphilharmonie werden. Mit einem Museum am Meer mit internationalem Zuschnitt hätten wir bundesweit ein Alleinstellungsmerkmal», erklärte Luckow. «Wir müssen Kreuzfahrt-Touristen und Unternehmern etwas Spektakuläres bieten.» Für ein vielbeachtetes Projekt wie der temporären Kunsthalle in Berlin, die in der vergangenen Woche in Berlin eröffnet wurde und bei der Luckow zum künstlerischen Beirat gehört, fehle in Kiel derzeit nicht nur das finanzielle Fundament. Derzeit gebe es dafür auch noch nicht das Publikum. «Ein solches Projekt wird in Kiel nicht funktionieren, weil die Menschen wie die Politik eher durch Förderprojekte mit großer Nachhaltigkeit zu begeistern sind.» Die temporäre Kunsthalle auf dem Berliner Schlossplatz soll zwei Jahre Werke lang Highlights zeitgenössischer Kunst zeigen. Es ist ein rein privates Vorhaben. Die Veranstalter wollen nach eigenen Angaben einen «außergewöhnlichen Erlebnisraum» schaffen. Die Kosten für den «Kunsttempel auf Zeit» belaufen sich auf knapp eine Million Euro. |
























































