| Höchste Kunst-Konzentration: «Holland Art Cities» in zehn Museen |
|
|
|
| Montag, 10. November 2008 um 06:49 Uhr | ||
Holland Art Cities
An dem Projekt «Holland Art Cities» beteiligen sich in Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Utrecht zehn namhafte Museen mit insgesamt 20 Ausstellungen, teilten die Veranstalter am Samstag mit. Dies sei die «weltweit höchste Konzentration von Kunst-Aktivitäten pro Quadratkilometer». Geboten wird bis zum Sommer 2011 eine Palette von der mittelalterlichen Kunst über Präsentationen zu Vermeer und van Gogh bis zur Architektur der 20er Jahre sowie Werke zeitgenössischer Maler und Designer. Den Auftakt macht seit dem Wochenende im Rotterdamer Museum Boijmans Van Beunigen eine hochkarätige kulturgeschichtliche Schau über Leben und Werk des Gelehrten und Theologen Erasmus von Rotterdam (1466-1536). Als besondere kunsthistorische Überraschung präsentiert die bis 8. Februar geöffnete Ausstellung ein gerade erst in einer Schweizer Privatsammlung entdecktes Porträt, dass vermutlich Hans Holbein d. J. um 1530 von dem damals bekanntesten Denker seiner Zeit gemalt hat. Kunstwerke von Dürer, Cranach oder Breughel aus internationalen Museen illustrieren die wichtigsten Themen im Lebenswerk des Aufklärers und Reformators von der Theologie bis zur Kindererziehung und zu Fragen von Krieg und Frieden. Ebenfalls in Rotterdam macht eine Retrospektive in der Kunsthalle mit dem Werk des 1966 gestorbenen Schweizer Bildhauers, Malers und Zeichners Alberto Giacometti bekannt. Von dem mit seinen fragilen Menschendarstellungen international bekannten Künstler werden auch seltene Frühwerke gezeigt, die Giacomettis intensive Auseinandersetzung mit Rembrandt und Cezanne, dem Kubismus und Surrealismus dokumentieren. Als weitere Höhepunkten von «Art Cities» präsentiert Amsterdam ab Februar die künstlerische Beschäftigung van Goghs mit Nacht-Motiven und in der Eremitage an der Amstel als «Filiale» des Petersburger Museums eine Schau zum Leben am russischen Zarenhof. Der niederländische Avantgarde-Architekt Gerrit Rietveld (1888-1964) steht in Utrecht im Frühjahr 2010 im Mittelpunkt einer Ausstellung. |
























































