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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Kunst & Kultur

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Überraschung bei Erasmus - Niederlande starten Ausstellungs-Marathon PDF Drucken E-Mail
Montag, 10. November 2008 um 06:55 Uhr

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Holland, Kunstausstellung 

 

Pünktlich zu einer großen kulturhistorischen Ausstellung über das Werk des niederländischen Humanisten und Theologen Erasmus von Rotterdam (1466-1536) fand sich in einer Schweizer Privatsammlung ein bisher unbekanntes Porträt des Gelehrten. Den hageren Mann im dunklen Pelzmantel, ein kostbares Buch entschlossen in beiden Händen haltend, hat nach Einschätzung der meisten Experten der bedeutende Renaissancekünstler Hans Holbein der Jüngere um das Jahr 1530 geschaffen. Ein Sammler aus Zürich hatte das auf Lindenholz gemalte Bildnis von mittlerem Format erst unlängst für eine lächerliche Summe von wenigen tausend Euro in Paris ersteigert.    

Erstmals öffentlich zu sehen ist die neu entdeckte Kostbarkeit seit dem Wochenende im Rotterdamer Museum Boijmans Van Beuningen, wo Erasmus, dem größten Sohn der Stadt, bis zum 8. Februar eine kulturgeschichtliche Schau der Superlative gewidmet ist. Die Präsentation eröffnet das Projekt «Holland Art Cities», bei dem für die kommenden drei Jahre zehn namhafte Museen in Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Utrecht insgesamt 20 Ausstellungen miteinander geplant haben. Dies sei die «weltweit höchste Konzentration von Kunst-Aktivitäten pro Quadratkilometer», meinten die Veranstalter mit berechtigtem Stolz.    

Erasmus von Rotterdam war als Kritiker weltlicher und kirchlicher Macht, als Ratgeber von Kaisern und Königen, als Einiger antiker Gelehrsamkeit mit den Botschaften der Bibel, als Pazifist und Theologe nicht nur der bedeutendste Denker seiner Zeit, den noch Goethe und Nietzsche hoch schätzten. Er war zugleich - abgesehen von adligen Herrschern - der am meisten abgebildete Mensch seiner Epoche: So eröffnet ein Reigen sensibler Gelehrten-Porträts der Zeitgenossen Dürer, Holbein, Massys oder Baldung Grien die Schau, die sich klug an den wichtigsten Themen im Werk des Aufklärers und Reformators von der Kindererziehung und Kirchenkritik bis zu den Fragen von Krieg und Frieden orientiert.    

«In seinen Schriften entdeckt man, dass Erasmus auch sehr an Bildern interessiert war, an deren Macht er glaubte», fand Ausstellungskurator Peter van der Coelen als weiteren modernen Aspekt im Denken des Gelehrten heraus. In einem motivisch ganz neuen Hieronymus-Bild des Erasmus-Freundes Dürer von 1521 sehen Experten dann auch direkte Hinweise auf «reformatorische» Gedanken des großen Niederländers, der immer wieder auf die Bildungsnotwendigkeit für die Jugend hinwies. Die beiden nasepopelnden «Jungen mit Büchern», die der Florentiner Pontormo 1521 liebevoll mit rotem Kreidestift skizziert hat, hätten allerdings sein Missfallen erregt.    

Ganz selbstironisch kritzelte Erasmus um 1515 sein «Selbstporträt» mit gewaltiger Gurkennase an den Rand eines Briefes. Die neuentstehende, künstlerisch geschilderte Satire bildet naturgemäß das «prallste» Kapitel der mit 120 Werken ausgestatteten Rotterdamer Schau, die an die Niederschrift des bedeutenden Erasmus-Werks «Lob der Torheit» vor genau 500 Jahren erinnern will. Lucas Cranach der Ältere gehörte zu den ersten Malern, die anspielungsreich das Thema der «Ungleichen Liebe» zwischen alten Männern und - leichtfertigen - jungen Frauen zu variieren wussten. Der abgerissene «Hausierer» (nach 1502) des malenden Satirikers Hieronymus Bosch scheint sein letztes Geld im minutiös gemalten Bordell gelassen zu haben und Lucas van Leyden geißelt mit seinem Triptychon «Tanz um das Goldene Kalb» (etwa  1530) dumpfen, menschlichen Massen-Trieb.    

Als weitere «Art Cities»-Ausstellung widmet sich die nahe gelegene Rotterdamer Kunsthalle dem großen Einzelgänger in Europas Bildhauerkunst des 20. Jahrhunderts, dem Schweizer Alberto Giacometti (1901-1966). Die Retrospektive des mit seinen fragilen Menschendarstellungen international bekannten Künstler zeigt bis zum 8. Februar auch seltene Frühwerke, die Giacomettis intensive Auseinandersetzung mit Rembrandt und Cezanne, dem Kubismus und Surrealismus dokumentieren. Der Erforschung von Maß und Raum dienten überlebensgroße, statuarische Frauenskulpturen ebenso wie die allein in einer Großvitrine präsentierte «Ganz kleine Figur» (etwa 1938) von knapper Streichholz-Länge.    

 



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