| Wandmalereien in früherer Mönchszelle werden frei gelegt |
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| Dienstag, 11. November 2008 um 06:59 Uhr | ||
Wandmalereien, Zittau
Die vor gut einem Jahr entdeckten Bilder im ehemaligen Franziskanerkloster stellten ein Spiegelbild sinnenfreudiger Lustbarkeit dar, sagte Museumsdirektor Marius Winzeler am Montag. Dank Förderung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien könne der inhaltlich und künstlerisch sensationelle Fund restauriert werden. Für die schon begonnenen Arbeiten sind rund 26 000 Euro veranschlagt. Die Malereien aus der Gotik waren im Herbst 2007 unter zentimeterdicken Farbschichten im Obergeschoss des heutigen Museums entdeckt worden. Dem Stil nach entstanden die Bilder zwischen 1470 und 1490, als die Franziskaner mehrfach mit umstrittenem Lebenswandel von sich reden machten, erläuterte Winzeler. Es handele sich um eine höchst profane Traumvision. Die Franziskaner hätten sich einen Jungbrunnen mit handfesten Knechten und Mägden an die Mauern malen lassen. Um hinter die Geheimnisse der Mönchszelle zu kommen seien weitere Forschungen nötig. Das 1268 gegründete Franziskanerkloster in Zittau bestand bis 1543.
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