| Kunst des Manierismus im neuen Bucerius Kunstforum in Hamburg |
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| Donnerstag, 13. November 2008 um 07:10 Uhr | ||
Kunst des Manierismus, Bucerius Kunstforum
Zu sehen sind mehr als 100 Werke aus der Sammlung des Museums der Bildenden Künste in Budapest, das eine der umfangreichsten Sammlungen von Werken des Manierismus besitzt, darunter Gemälde von El Greco, Jan Brueghel d. Ä. und Tintoretto. Der Manierismus war eine europäische Kunstbewegung zwischen Renaissance und Barock, die von 1520 bis etwa 1610 andauerte. Dabei bezeichnet der italienische Begriff «maniera» (Manieren) in der Kunst einen individuellen Stil, die persönliche Handschrift eines Künstlers. «Die manieristischen Künstler lassen die Ideale der Hochrenaissance hinter sich. Sie setzen nicht länger auf den harmonischen Einklang von Mensch und Welt, sondern geben ihren Werken eine kapriziöse Manier», sagte Kurator Michael Philipp am Mittwoch in Hamburg. Grelle Farben, übersteigerte Raumkonstruktionen und schräge Perspektiven spiegelten die Brüche und Wandlungen jener Zeit wider. Menschen werden mit ausdrucksstarker Gestik, Landschaften mit fantastischen Elementen dargestellt - eine drastische Expressivität, die auch heute noch modern wirke. «Die Künstler des Manierismus haben ihre Bilder wie Regisseure inszeniert», sagte Philipp. Mit der Ausstellung werden die neuen, erweiterten Räumen des Bucerius Kunstforums eröffnet. Zusätzlich zu den Flächen im Erd- und Untergeschoss ist die Beletage des Gebäudes am Rathausmarkt gekommen. Dort gibt es einen zweiten Ausstellungsraum als Pendant zum zentralen Oktogon im Erdgeschoss, einen eigenen Veranstaltungssaal - das Ian Karan Auditorium - sowie ein Kino und ein Atelier. Mit den neuen Räumlichkeiten soll das Konzept der Themenausstellungen ausgebaut und durch Musik- und Literaturveranstaltungen ergänzt werden.
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