| Der europäische Manierismus |
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| Donnerstag, 13. November 2008 um 07:12 Uhr | ||
Manierismus, Kunst
Der Begriff wurde von dem Kunsthistoriker Giorgio Vasari eingeführt, der den Künstlern vorwarf, «die Manier des Michelangelo» - der im Alter selbst manieristisch malte - nachzuahmen. In den italienischen Stadtstaaten Venedig und Florenz setzte diese Entwicklung ein und verbreitete sich in Europa. Neben der kunstgeschichtlichen Bedeutung wird der Begriff auch universell benutzt und bezeichnet dann eine Handlung oder Haltung, die als übertrieben pathetisch oder schwülstig wirkt. Die Meister der Renaissance hatten die zeichnerischen und malerischen Fertigkeiten in der Naturnachbildung auf den Höhepunkt getrieben. Gegen dieses klassische Ideal, gegen Perfektion und Harmonie setzten die Manieristen das Übertriebene. Gegen die Imitation der Antike setzten sie die eigene Fantasie. Sie widersprachen der malerischen Konvention und verändern die bildnerischen Kompositionen: verzerrte Perspektiven und übersteigerte Raumkonstruktionen, grelle Farben oder Menschen mit langgezogenen Gliedmaßen. Die Manieristen entwickelten ein eigenes Schönheitsideal: Künstlichkeit statt Natürlichkeit. |
























































