| Expertenrunde in Schwerin: Kein echter Rembrandt in Gemäldesammlung |
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| Sonntag, 16. November 2008 um 09:07 Uhr | ||
Rembrandt, Staatliche Museum Schwerin Am Samstag trafen sich sieben Kunsthistoriker und Restauratoren von Museen und Universitäten aus den Niederlanden, Deutschland und den USA zum Rembrandt-Studientag in Schwerin. Wie der Kustus der Holländischen Sammlung, Gero Seelig, der dpa sagte, sind sich die Experten einig, dass keines der Gemälde, die die Mecklenburgischen Herzöge im 18. Jahrhundert als Bilder Rembrandts erworben hatten, von ihm stammt. «Aber wir haben weiterhin 168 Rembrandt-Grafiken im Museum», sagte Seelig. Sechs von acht Gemälden nahmen die Experten am Samstag genauer unter die Lupe. Bei fünf Bildern hätten sie sich nicht auf eine eindeutige Zuschreibung zu einem anderem Maler festgelegt, äußerte Seelig. Hier seien neben Röntgenbildern noch Infrarotaufnahmen nötig. Bei dem «Brustbild eines alten Mannes» seien sie sich jedoch einig, dass es von Jan Lievens (1607-1674), der Nummer 2 in Holland, stammt. «Das Rembrandt-Monogramm RHL ist falsch», sagte Seelig. Lievens' Bilder würden gerade auf Ausstellungen in Washington und Amsterdam gezeigt. Im holländischen Leiden sei er um 1630 Rembrandt Harmensz van Rijn (1606-1669) im Ruhm sogar voraus gewesen, was in seinen Werken wahrnehmbar sei, meinte der Kustus. Rembrandts Zeit brach demnach erst nach seinem Weggang nach Amsterdam an. Wenn auch Schwerin die «Marke Rembrandt» nicht in der Gemäldesammlung hat - «die Sammlung hat sich damit nicht verändert», sagte Seelig. Im 18. Jahrhundert sei die Nachfrage nach Bildern des Holländers so groß gewesen, dass Kunsthändler oft Gemälde als Rembrandts ausgaben, die es nicht waren. Viele Bilder stammten auch aus seiner Werkstatt und waren so von ihm beeinflusst. Die Ergebnisse der Expertenrunde wurden am Nachmittag öffentlich vorgestellt. |
























































