| Cologne Fine Art runderneuert - Kunstmesse zu Zeiten der Finanzkrise |
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| Mittwoch, 19. November 2008 um 11:15 Uhr | ||
Cologne Fine Art, Kunstmesse Rund 80 Galerien aus dem In- und Ausland präsentieren ihre Stücke von Mittwoch an bis zum 23. November. Die auf ältere Kunst, auf Möbel und Kunsthandwerk spezialisierte Messe, die im Vorjahr laut Veranstalter unbefriedigend verlaufen war, öffnet erstmals unter neuem Namen und in einer neu gestalteten Messehalle. Die Zahl der Händler wurde drastisch halbiert, auf Gegenwartskunst und Fotografie ganz verzichtet, um das Profil gegenüber der in jedem Frühjahr organisierten Moderne-Messe Art Cologne zu schärfen.
Die teuersten Stücke finden sich beim Messeschwerpunkt der Klassischen Moderne: Hier ist ein Blumenstillleben Emil Noldes von 1940 für 2,65 Millionen Euro und das Gemälde «Wannseegarten» (1923) des Impressionisten Max Liebermann für eine Million Euro zu haben. Ganz auf die Solidität ihrer Sammler, die die Werke «nicht primär als Geldanlage sehen», setzt der Handel mit der älteren Kunst in Zeiten der Finanzkrise. «Wir sehen dem mit Gelassenheit entgegen, wir sind nicht die Autobranche», kommentierte Hans-Martin Schmitz, Vorstandssprecher des die Messe tragenden Rheinischen Kunsthändlerverbandes (RKV). Probleme bekämen wohl eher die «spekulativen Käufer» zeitgenössischer Kunst. Eine wohltuende Marktberuhigung insbesondere bei der «überhitzten» Gegenwartskunst erwartet auch der Stuttgarter Galerist Harry Schlichtenmaier. Zu dem mit soliden Preisen versehenen Messe-Angebot gehören ein abstraktes Aquarell der Bauhäuslerin Ida Kerkovius für 3500 Euro ebenso wie eine undatierte südliche Hafenszene des Pointillisten Paul Signac (38 000 Euro) oder die Matisse-Zeichnung eines Frauenporträts von 1947 für 150 000 Euro. Eine hochformatige «Komposition mit 4 Figuren» (1936) von Oskar Schlemmer soll 425 000 Euro kosten und 225 000 Euro eine kleinformatige, giftgelb-surreale Mutter-Kind-Darstellung von Max Ernst aus dem Jahr 1955. Hart am Zeitlimit der «älteren» Kunst liegen zwei 1979 geschaffene Abstraktionen von Emil Schumacher («Bergun»/210 000 Euro) und eine furiose Leinwand des Malers Dieter Krieg (30 000 Euro). Auf den «Durchblick» nach Europa setzen die in diesem Jahr mit Schwerpunkt vertretenen Galerien traditioneller afrikanischer Kunst: Hier harmonieren eine Miniatur-Maske der Pende (Kongo) zu Christian Rohlfs «Golem» (28 000 Euro) oder eine expressiv-magische Skulptur der Songye (16 000 Euro) zu weiteren Werken der Klassischen Moderne. Die Palette edler Möbel reicht von neun Stühlen aus dem Stadtschloss Potsdam (um 1790) über gediegenes Biedermeier bis zu den Kreationen des Wiener Jugendstil und früher Thonet-Holzbiegungen. Das gut halbe Dutzend Antiquariate wartet mit Landkarten und seltenen Büchern auf, darunter ein ganzes Konvolut liebevoll gesammelter Kinderbücher. (Internet: www.cofaa.de) |
























































