| Restaurierung von Klingers «Christus im Olymp» vor Abschluss |
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| Mittwoch, 19. November 2008 um 11:17 Uhr | ||
Max Klinger, Kunstwerk, Christus im Olymp Derzeit wird das etwa 5,50 Meter lange und bis zu 9,64 Meter hohe Werk im Museum der Bildenden Künste in Leipzig aufgebaut. Diese Arbeiten sollen zum 18. Dezember - dem 150. Geburtstag des Leipziger Bildermuseums - abgeschlossen sein, sagte Museumschef Hans- Werner Schmidt am Dienstag. Damit ist das monumentale Werk erstmals seit mehr als 60 Jahren wieder in seiner Gesamtheit zu sehen. Es ist das bisher größte Restaurierungsprojekt in der Geschichte des Museums.
Restaurierung und Rekonstruktion dauerten 17 Monate. Daran waren laut Chefrestaurator Rüdiger Beck allein elf Restauratoren aus fünf Fachbereichen beteiligt. Es wurden 12 Tonnen Marmor, unter anderem aus dem italienischen Carrara, beschafft, der von italienischen Firmen geschnitten wurde. Die Leipziger Hochschule HTWK lieferte Daten nach der Vermessung des Originals auf Fotografien. Die Filmstudios Babelsberg (Brandenburg) fertigten ein Gipsmodell an. Große Teile der Restaurierung wurden direkt im Ausstellungsraum ausgeführt. Die Besucher konnten zuschauen und Fragen stellen. Der in Leipzig geborene Bildhauer und Maler Max Klinger schuf das Werk am Ende des 19. Jahrhunderts. Mit «Christus im Olymp» thematisierte er eine Versöhnung von heidnisch-antiken und christlichen Werten. Auf einem Marmorsockel erhebt sich ein von zwei Öl-Gemälden flankiertes Hauptbild. Zwei Skulpturen davor symbolisieren die Reue und die Hoffnung. Eingefasst wird das Monumentalwerk von einem Schmuckrahmen. Öffentlich gezeigt wurde es erstmals 1897. Seit 1938 befindet es sich als Dauerleihgabe der Österreichischen Galerie Belvedere Wien im Museum der Bildenden Künste in Leipzig. Bei einem Angriff alliierter Bomber 1943 und bei einem späteren Brand wurde das Werk schwer beschädigt. Seither konnte es nur noch in Fragmenten gezeigt werden. Die Kosten liegen bei 260 000 Euro. An der Finanzierung sind die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Leipzig sowie der Klinger-Freundeskreis maßgeblich beteiligt. Die jetzt ausgeführte Restaurierung sichert nach einer Vereinbarung zwischen der Stadt Leipzig und der Österreichischen Galerie, dass «Christus im Olymp» auch weiterhin in Leipzig bleiben darf. (Internet: www.mdbk.de) |
























































