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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Große deutsche Humoristen: Schau mit Wilhelm Busch und Carl Spitzweg PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 23. November 2008 um 15:16 Uhr

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Wilhelm Busch, Carl Spitzweg, Wilhelm-Busch-Museum, Hannover


Die berühmten satirischen Künstler nahmen im 19. Jahrhundert die Spießbürger in ihrer Umgebung aufs Korn und karikierten so die typisch deutsche Gemütlichkeit. Ihre populärsten Werke sind von diesem Sonntag an bis zum 19. April in einer Doppelausstellung im Wilhelm-Busch-Museum Hannover zu sehen.

Die Schau zeigt jeweils 70 Originale beider Maler, darunter Ölgemälde, Zeichnungen sowie Buschs Bildergeschichten und Handschriften. Spitzwegs Meisterwerke «Der arme Poet» sowie «Der Bücherwurm» dürfen nicht fehlen, von Busch werden Klassiker wie «Max und Moritz» oder die «Fromme Helene» präsentiert.

Ein Höhepunkt der Schau ist «Der Kuchenteig», die erste neu entdeckte Original-Geschichte seit Buschs Tod vor 100 Jahren. Der Künstler aus der niedersächsischen Provinz hatte sie 1863 dem Seidel-Verlag unverbindlich zum Druck angeboten. Jahrzehntelang schlummerte «Der Kuchenteig» im Archiv des Verlags in Sulzbach-Rosenberg. Die ungewöhnlich gut erhaltene Bleistift-Zeichnung ist nun erstmals in einem Museum außerhalb der bayerischen Kleinstadt zu sehen.

Spitzweg (1808-1885) und Busch (1832-1908) gehörten beide zur Münchner Malerschule und arbeiteten für die humoristisch-satirischen «Fliegenden Blätter». Ob sie sich jemals getroffen haben, ist nicht überliefert, aber ihre Motive ähneln sich: Paare beim Spaziergang, ein nächtliches Stelldichein oder der Kleinbürger im Bett mit der Schlafmütze auf dem Kopf. «Dreh- und Angelpunkt ihres Schaffens ist die Kritik am Biedermeier», erklärte Museumsdirektor Hans Joachim Neyer. In ihren Bildern spotten sie über die Deutschen, die sich in die Gemütlichkeit des Privaten zurückziehen, statt nach der gescheiterten Revolution weiter um Freiheitsrechte zu kämpfen.

Bei Spitzweg ist der Spott über die dümmlichen Kleinbürger allerdings subtiler als bei Busch. Während es der Münchner Maler bei Andeutungen belässt, enden Buschs Szenen stets in einer Katastrophe.
Sein Humor speist sich aus der Schadenfreude: Da werden Menschen in die Luft gesprengt, platt gewalzt, geköpft oder an der Nase aufgehängt.

(Zur Ausstellung, die in ähnlicher Form bereits in Schweinfurt zu sehen war, ist ein Katalog erschienen: «Carl Spitzweg - Wilhelm Busch. Zwei Künstlerjubiläen. Herausgegeben von Sigrid Bertuleit und Hand Joachim Neyer im E.A. Seemann Verlag Leipzig, Museumsausgabe 24,90 Euro, Internet: www.wilhelm-busch-museum.de)


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