| Kunstmesse «St-Art» lockt Publikum mit jungen Talenten aus 12 Ländern |
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| Sonntag, 23. November 2008 um 15:18 Uhr | ||
St-Art, zeitgenössische KunstmesseRote Kunststoffgiraffen, schwarze und goldene Möpse und comic-ähnliche Gemälde sind Blickfang an zahlreichen Ständen. «Wir bemühen uns, jedes Jahr die Qualität zu verbessern», sagt der künstlerische Leiter Olivier Billiard. Auf dieser 13. Ausgabe der Messe präsentieren mehr als 100 Galerien aus 12 Ländern die verschiedensten Objekte: Skulpturen, Videokunst, Installationen, aber auch Glasobjekte und Gemälde. Die Straßburger Messe will sich nicht mit Großereignissen wie «Art Basel» oder «Art Cologne» messen. Doch man zeigt, dass auch in der französischen «Provinz» eine Messe ihren Platz hat. «Wir wollen nicht unbedingt die großen internationalen Kunstgalerien anziehen», sagt Messeleiter Philippe Meder. «Wir konzentrieren uns eher auf junge Talente und erschwingliche Werke». Er bedauert allerdings, dass Deutschland in diesem Jahr nur mit drei Galerien aus Freiburg und Trier vertreten ist. Der Galerist Christoph Maisenbacher aus Trier verspricht sich gute Geschäfte mit seinen aufgereihten schwarzen und goldfarbenen Kunststoff-Möpsen von Ottmar Hörl. Für 100 Euro ist so ein treu blickendes Hündchen zu haben, und damit ist es das preisgünstigste Stück der Messe. «Die Möpse sprechen die unterschiedlichsten Menschen an», sagt Maisenbacher. «Wir haben hier in Straßburg eine regelrechte Fan-Gemeinde». Von Finanzkrise wollen die Kunstexperten nicht sprechen. «Die gegenwärtige Situation wird zu einer strengeren Auswahl führen und die Grenzen zwischen Kunst und Kommerz schärfer ziehen», sagt Billiard. Er erwartet eine «Rückkehr zu traditionellen Werten», aber keinen Preisverfall. In der Tat überwiegt der Eindruck, dass die Preise auf der Messe im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben sind. Vereinzelt bieten Galerien auch klassische Werke der Moderne an, und da steigen die Preise sehr schnell in die Höhe. Ein Christo- Gemälde über ein verpacktes Gebäude in Abu Dhabi ist für 185 000 Euro zu haben und dürfte das teuerste Objekt der Messe sein. Zu der gleichen Kategorie gehören die Großformate verfremdeter menschlicher Figuren von Paul Rebeyrolle für 150 000 Euro. In der weitläufigen Messehalle dürften auch individuelle Kunstsammler auf ihre Kosten kommen: Ungewöhnlich sind zum Beispiel die unförmigen lebensgroßen menschlichen Figuren des 43 Jahre alten Franzosen Pierre Fauret, die an Teigmännchen erinnern. An dem roten Glasfaserexemplar einer sitzenden Figur geht kaum ein Besucher gleichgültig vorbei. «Das Objekt spricht das Kind im Menschen an», sagt die Galeristin aus Paris. Und die Glasfiguren der in Frankreich lebenden Südkoreanerin Nam Eun-Jung bestehen aus dem Oberteil einer antike Porzellanpuppe und einem gläsernen Unterleib. «Ich habe vieles gesehen, das mich sehr überrascht hat», sagt ein französischer Student aus Straßburg. «Vieles erinnert mich an Spielzeug. Bambi, Micky Maus, Hunde und Giraffen, das ist wie im Kinderzimmer», beschreibt eine Besucherin aus Freiburg ihre Eindrücke. Kritischer äußert sich ein älterer Straßburger: «Serienobjekte aus Kunststoff sind eigentlich Handwerksarbeit und keine Kunstwerke.» |
























































