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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Ulrike Lorenz: Ab 2009 auf den Chefsessel der Mannheimer Kunsthalle PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 25. November 2008 um 07:11 Uhr

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Ulrike Lorenz, Mannheimer Kunsthalle


Nach vier Jahren an der Ostdeutschen Galerie in Regensburg übernimmt die 45-Jährige Ulrike Lorenz von 2009 an die Verantwortung in dem Mannheimer Museum. Schon vor Beginn ihrer neuen Tätigkeit hat sie sich für den neuen Job viel vorgenommen. Die Kunsthalle will sie wieder bundesweit ins Gespräch bringen - und die Besucherzahl auf 80 000 im Jahr verdoppeln.

Das war ihr schon in Regensburg gut gelungen. Während die renommierte Ostdeutsche Galerie, die sich als bundesweit einziges Museum auf deutsche und zeitgenössische Kunst im östlichen Europa spezialisiert hat, früher als etwas träge und verstaubt galt, wehte mit der quirligen Museumschefin schnell ein frischer Wind durch die Kulturhallen. Seit ihrem Amtsantritt hat sich die Zahl der Besucher auf jährlich rund 30 000 mehr als verdoppelt.

Ihren Weggang aus Regensburg bedauert sie zwar, aber an Mannheim hat sie die berufliche Herausforderung in dem dortigen deutlich größeren Museum gelockt. «Ich gehe mit einem lachenden und einem weinendem Auge», sagt sie. Für Lorenz ist Mannheim die dritte Station als Museumsdirektorin. Nach dem Kunst- und Archäologiestudium in Leipzig war sie zunächst Leiterin mehrerer Häuser in ihrer Geburtsstadt Gera. An ihrer neuen Aufgabe reizt sie auch, dass die Kunsthalle eine Einrichtung der Stadt Mannheim ist. «Ich spüre dort ein ganz anderes Interesse der Kommune.»

Das Museum müsse sich als «impulsgebende und innovative» Einrichtung positionieren, hatte sie schon nach ihrer Wahl auf den Chefsessel der fast 100 Jahre alten Kunsthalle Ende Oktober gesagt. Mit der Ernennung der Kunsthistorikerin geht eine unruhige Zeit in dem Museum zu Ende. Vorgänger Rolf Lauter war im September 2007 nach fünfjähriger Tätigkeit abgesetzt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts der Untreue.

Unter dem Motto «Kunsthalle für alle» solle das Haus künftig als Leitinstitution in der Region stärker wahrgenommen werden, hatte Lorenz angekündigt. Alle Bevölkerungsschichten und auch ausländische Mitbürger will die neue Kunsthallen-Leiterin gewinnen, die Kooperation mit Museen innerhalb und außerhalb Deutschlands anzugehen und auszubauen - wie etwa mit dem Museum der Bildenden Künste in Leipzig oder dem Lindenau-Museum in Altenburg.

Auch Kooperationen mit dem Centre Pompidou in Paris oder dem Prager Museum Kampa seien denkbar. Einen zentralen Part wolle die Kunsthalle bei der Bewerbung Mannheims als Kulturhauptstadt 2020 spielen, sagte die 45-Jährige im Vorfeld. Von Ende 2009 soll der Altbau der Mannheimer Kunsthalle saniert werden.

Die Bilanz ihrer viereinhalbjährigen Zeit in Regensburg sieht sie positiv. «Ich habe dieses Haus durch günstige Umstände prägen können», sagt Lorenz. Dort bekam das Haus, das eine eigene Sammlung von 2500 Gemälden und Skulpturen sowie 30 000 Grafiken hat, ein neues Farbkonzept verpasst. Zudem machte das Museum mit etlichen Sonderschauen wie einer Otto-Dix-Retrospektive (2005) oder mit der aktuellen Lovis-Corinth- Ausstellung auf sich aufmerksam.

(Internet: www.kunsthalle-mannheim.de)



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