| Das Spiel mit Glas und Licht - Der Künstler Uli Pohl |
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| Donnerstag, 27. November 2008 um 07:18 Uhr | ||
Kunst, Uli Pohl, AcrylglasSeine transparenten Skulpturen aus Acrylglas brechen, reflektieren und lenken die Lichtstrahlen. Gleichzeitig wird in die durchsichtigen Skulpturen auch die Außenwelt einbezogen: Sie spiegelt sich darin. Pohl benutzt das Licht und formt es. Der 73-Jährige war der erste Künstler, der mit dicken Glasblöcken arbeitete. Schon als Student suchte er nach einer Möglichkeit, seine Vorstellungen von einer transparenten Skulptur zu realisieren. Seine Arbeiten werden der Konkreten Kunst zugerechnet. Der Künstler will die Betrachter an seiner Arbeit beteiligen. «Mein Hauptziel ist, dass die Betrachter etwas damit anfangen können und für sich etwas gewinnen», sagt er. Sie sollen sich mit seinen Werken auseinandersetzen und neue Erfahrungen machen. Ihn habe es schon immer gereizt, den Menschen etwas zu vermitteln. «Aber dafür muss man eben etwas schaffen und eine Möglichkeit suchen, andere teilhaben zu lassen.» Zur Kunst kam er bereits durch das Elternhaus und seine Erziehung. «Ich habe mich immer mit Kunst beschäftigt. Für mich gab es keine Alternative, ich wollte immer kreativ arbeiten», sagt der in Blaustein (Alb-Donau-Kreis) lebende Künstler. Neue Ideen scheinen Pohl zuzufliegen. «Die liegen oft vor der Haustür», sagt er. Er finde immer wieder neue Möglichkeiten - ganz automatisch. «Mit der Fertigstellung jeder Skulptur treten schon wieder neue Fragen auf - wenn ich die Rundung anders gemacht hätte...», sagt er. Als Bildhauer mache es ihm auch besonders Spaß, Dinge plastisch darstellen zu können, die es in Wirklichkeit so nicht geben könnte. Pohl lotet so Grenzen der Darstellungsmöglichkeiten aus. Mittlerweile arbeitet der gebürtige Münchner viel am Computer, der in seinen Augen ein «nützliches Werkzeug» ist. Früher habe er immer wieder neue Versuche gezeichnet, um somit etwa Strichstärken zu erproben. Heute erledige dies der Computer für ihn. Auch habe er sich früher kaum mit Farben beschäftigt. Doch vor einiger Zeit habe er erstmals den Computer zur Ermittlung feinster Farbnuancen schätzen gelernt. Pohls Arbeiten waren schon im Pariser Louvre und im Museum of Modern Art in New York zu sehen. Er war seit 1961 an allen Ausstellungen der «Zero»-Gruppe beteiligt. Ihr gehörten außerdem Künstler wie Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker an. Außerdem zählt er zur internationalen Avantgarde «Nouvelle Tendance». (Internet: www.uli-pohl.de) |
























































