|
Freitag, 28. November 2008 um 07:27 Uhr |
Lore Bert, Kunstwerke aus Japanpapier Stark vertreten sind darin die sogenannten Bildobjekte: Bei diesem Werktyp werden quadratische Stückchen aus Japanpapier wie kleine Blüten gefaltet und dicht an dicht auf eine hölzerne Trägerplatte geklebt. Die Bildform entsteht dadurch, dass abgegrenzte Flächen aus unterschiedlich gefärbtem Papier geschaffen werden. Am Ende entsteht ein dichter, weicher und luftig wirkender Teppich. Aus ihm heraus leuchten in Rot, Blau oder Grün Ornamente, Symbole oder andere Formen, die mit gefärbten Papierquadraten geformt wurden. Ein Bild mit den Maßen 1,20 Meter mal 1,20 Meter besteht aus etwa 7000 Rechtecken. Für die 72 Jahre alte Künstlerin, die weit über Mainz hinaus bekannt ist, hat die Ästhetik eine große Bedeutung. «Ich denke, die Aufgabe eines Künstlers ist das Streben nach Vollkommenheit in seinem Werk», hat sie einmal gesagt. Bert interessiert sich für Mathematik und lässt sich bei der Gestaltung ihrer gegenstandslosen Werke auch gerne von Ländern und Orten inspirieren, an denen sie ausstellt. Ihre Werke wurden bereits bei mehr als 200 Ausstellungen in mehr als 25 Ländern gezeigt - unter anderem in der ältesten Koranschule im bosnischen Sarajevo und in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo im Emirat Sharjah eine 333 Werke zählende Retrospektive zu sehen war.
|