| Aquarelle von Dürer bis heute - Durchlässigkeit macht Zauber aus |
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| Mittwoch, 01. Oktober 2008 um 07:02 Uhr | ||
Frankfurter Städel, Ausstellung, DürerUnter dem Titel «Wasser, Farbe, Licht» präsentiert die bis zum 4. Januar laufende Sonderschau 88 Blätter aus der Graphischen Sammlung des Museums. Die Ausstellung wolle keine lückenlose Zeitreihe bieten, sondern «die Vielfalt dieser anspruchsvollen Technik an herausragenden Beispielen» aufzeigen, sagte Kuratorin Jutta Schütt bei der Vorbesichtigung am Montag.
«Aquarellfarben verschließen den Papiergrund nicht, sie lassen im Unterschied zur Malerei mit deckenden Farben das Licht durch die Farbe dringen», erklärte Schütt. «Diese Durchlässigkeit macht den Zauber des Aquarells aus.»
Das früheste Werk datiert aus dem späten 15. Jahrhundert, wo die Aquarell-Technik vorwiegend für Entwürfe verwendet wurde. Zu sehen sind ein Entwurf Dürers für ein Glasfenster und eine Aquarell-Skizze Tiepolos für ein Deckengemälde. Später wurde das Aquarell die bevorzugte Technik für die Wiedergabe von Pflanzen, als Beispiel dafür hängen im Städel Bilder Maria Sibylla Merians. Seit der Romantik schätzten viele Maler das Aquarell für Landschaften - unter anderem aus dem simplen Grund, weil man die Utensilien leicht transportieren konnte.
Zu den eindrucksvollsten Werken zählen die Aquarelle von Emil Nolde, der mit einem leuchtenden Landschaftsbild und dem düsteren Bild eines Paares vertreten ist. Das jüngste Werk stammt von 2003: eine fast abstraktes Landschaft von Nicole Van den Plas. Das witzigste Aquarell der kleinen Ausstellung stammt von Claes Oldenburg, der 1964 eine Knäckebrotscheibe als Fußballplatz malte.
(Öffnungszeiten: Dienstag, Freitag, Samstag und Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr, Mittwoch und Donnerstag 10.00 bis 21.00 Uhr, Eintritt 10 Euro, Katalog 24,90 Euro, Internet: www.staedelmuseum.de) |
























































