| Dänische Plakatkünstler attackieren Linkspartei |
|
|
|
| Donnerstag, 02. Oktober 2008 um 07:16 Uhr | ||
Surrend, Plakatkünstler«Surrend»-Gründer Jan Egesborg begann am Mittwoch in Kassel mit dem Kleben der ersten Poster einer bundesweiten Plakatserie gegen die Linkspartei. «Es sind Populisten. Populisten, die behaupten, einfache Antworten zu haben. Das ist schädlich für eine Demokratie», sagte Egesborg. Als in Berlin lebende Beobachter aus dem Ausland seien die dänischen Künstler beunruhigt über das Erstarken der Linkspartei. «Wir hassen diese dumme Propaganda. Glaubt wirklich jemand, dass sich (Linken-Parteichef) Oskar Lafontaine für arme Menschen interessiert?»
Die Plakatserie besteht aus sechs Motiven, die auf den ersten Blick wie Plakate der Linkspartei aussehen. Abgebildet sind neben kurzen Slogans Bilder von Erich Honecker, einer Rakete oder auch einem Glas Senf. Auf einem Bild sind Wisente abgebildet mit der Unterschrift: «Der deutsche Bison ist von der Ausrottung durch die Amerikaner bedroht.» Unter dem Motiv steht jeweils neben dem Logo der Linkspartei der Satz «Unsere Kommunikation ist so einfach, dass selbst Einwanderer aus Dänemark sie verstehen.»
«Surrend», die sich in der Tradition des Antinazi-Künstlers John Heartfield sehen, hatten vor gut einem Jahr ähnliche Plakate gegen die NPD in Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern geklebt. Deutschland brauche eine starke linke Partei, sagte Egesborg. «Die SPD füllt diesen Raum anscheinend nicht mehr aus ... Aber dass dieses Vakuum ausgerechnet von der alten SED gefüllt wird, ist eine Tragödie.»
«Surrend» hat in den vergangenen Jahren immer wieder Aufsehen erregt. Im letzten Jahr veröffentlichten die Dänen eine angebliche Lobeshymne auf Präsident Mahmud Ahmadinedschad in iranischen Zeitungen, die verschlüsselt das Wort «Schwein» enthielt. Eine religionskritische Ausstellung in Berlin wurde im März nach Drohungen vorübergehend geschlossen. |
























































