| Otto Piene und die Künstlergruppe ZERO |
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| Montag, 06. Oktober 2008 um 07:16 Uhr | ||
Otto Piene, ZEROZERO wollte gegen die abstrakt-informelle Kunst der Nachkriegszeit angehen, bei der Piene «ein Übermaß an psychologischem Ballast» sah. Neben ihm war der für seine glitzernden Lichtstelen bekannte Heinz Mack Mitbegründer der Gruppe. Im Jahr 1961 schloss sich ihnen noch der Nagel-Künstler Günther Uecker an, um der zeitgenössischen Kunst eine «Stunde Null» zu bescheren. Mit einer Ausstellung 1964 in New York betrat ZERO und damit die deutsche Kunst erstmals nach 1945 wieder internationales Parkett.
Der aus dem westfälischen Laasphe stammende Piene, der heute in Boston und Düsseldorf lebt, bezog immer wieder Elemente wie Wind und Feuer in seine künstlerische Arbeit ein; Rauchbilder entstanden ebenso wie «fliegende» Figuren. Bekannt wurde Piene unter anderem mit dieser «Sky Art», bei der sich - wie 1972 beim «Regenbogen» zu den Olympischen Spielen in München - die schwebenden Skulpturen am Himmel entfalten. In den USA erkundete er als Lehrer an Kunstschulen das Zusammenwirken von Kunst, Technik und Medien wie Video oder Laser. Werke des mehrfachen Teilnehmers der Documenta in Kassel befinden sich in rund 200 internationalen Sammlungen und Museen.
In den vergangenen Wochen wurde Piene mit dem hoch dotierten Kulturpreis der rheinischen Sparkassen und dem Preis der Kulturstiftung Dortmund geehrt. Noch bis zum 25. Januar 2009 ist im Dortmunder Museum am Ostwall eine Retrospektive zu allen Facetten im Lebenswerk Pienes zu sehen.
(Internet: www.museumamostwall.dortmund.de)
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