| Abschied von der weißen Antike: «Bunte Götter» in Frankfurt |
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| Mittwoch, 08. Oktober 2008 um 07:39 Uhr | ||
Antike, Skulpturen, farbig, buntWie die Kunstwerke aussahen, bevor sie ihre Farbe verloren, zeigt von Mittwoch bis 15. Februar 2009 eine Ausstellung im Frankfurter Liebieghaus. Vinzenz Brinkmann, seit eineinhalb Jahren Leiter der dortigen Antikensammlung, forscht seit 25 Jahren über dieses Thema. In seiner Ausstellung «Bunte Götter» zeigt er rund 70 Originale und 30 Rekonstruktionen.
Frankfurt ist die elfte Station der Wanderausstellung und die dritte in Deutschland. Ab März 2009 ist sie in Kassel zu sehen, wie bei der Vorbesichtigung am Dienstag zu erfahren war. Nach Angaben des Direktors des Liebieghauses, Max Hollein, wurde die «Ausstellung auf wissenschaftlich allerhöchstem Niveau» für Frankfurt wesentlich erweitert. Höhepunkt ist eine eigens für Frankfurt angefertigte Rekonstruktion des sogenannten «Perserreiters» von der Athener Akropolis, dessen Originalfarben hervorragend erhalten waren. Laut Brinkmann «ein Marmorkunstwerk, das keinerlei Fragen offen lässt».
Die ausgestellten Skulpturen stammen überwiegend aus Griechenland, einige aus Ägypten. Dazu kommen Zeichnungen von Ausgrabungen, bei denen farbige Stücke gefunden wurden. Bei manchen der ausgestellten Kunstwerke ist das inzwischen verblasste originale Farbkleid noch erhalten. Bei anderen wurden die Farben wissenschaftlich rekonstruiert und Abgüsse mit Naturpigmenten bemalt, wie sie auch in der Antike verwendet wurden. Sie erscheinen uns heute überraschend grell. Bei manchen Objekten sind mehrere Varianten der Bemalung zu sehen. Das bunteste Ausstellungsstück ist ein Bogenschütze, dessen Beinkleid an einen Harlekin erinnert.
(Öffnungszeiten: Dienstag, Freitag, Samstag und Sonntag 10.00 bis 17.00 Uhr, Mittwoch und Donnerstag 10.00 bis 21.00 Uhr; Eintritt 8 Euro; Katalog: 280 Seiten, 34,90 Euro; Internet: www.liebieghaus.de) |
























































