| Holocaust-Kunstwerk «entsorgt»: Prozess um Schadenersatz im November |
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| Donnerstag, 09. Oktober 2008 um 06:56 Uhr | ||
Holocaust-Kunstwerk, Wolfram KastnerDer Prozess beginne Anfang November, sagte ein Sprecher des dortigen Landgerichts am Mittwoch und bestätigte Angaben der «Bild»-Zeitung.
Die Museums-Installation aus 100 weiß bemalten Koffern, die an Deportation und Ermordung der Juden in Mönchengladbach erinnern sollte, sei nach Ausstellungsende von der Stadt «entsorgt» worden, wirft Kastner der Kommune vor. Er verlangt von der Stadt einen Schadenersatz von 25 000 Euro. Der Münchener Künstler lässt sich im Verfahren vor dem Landgericht der Niederrheinstadt von dem prominenten Berliner Anwalt und Urheberrechts-Experten Prof. Peter Raue vertreten.
Die Stadt Mönchengladbach hatte bisher die Zahlung verweigert.«Wir halten die Forderung weder der Höhe noch den Gründen nach für gerechtfertigt», hatte eine Stadtsprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa noch vor kurzem betont. Die Stadt wolle das Verfahren abwarten und dann erst Stellung zur angeblichen Kunstzerstörung nehmen.
Kastner hatte sein Werk auf Einladung der Stadt im Alten Museum geschaffen. «Teile der Installation» seien ihm nach der Ausstellung zugeschickt, die Koffer im Museumskeller gelagert worden, sagte Kastner. Auf seine Bitte, ihm diese Koffer zuzuschicken, «wurde mir mitgeteilt, die Koffer seien "entsorgt" worden».
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