| Experte: Finanzkrise wird auch den Kunstmarkt beeinflussen |
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| Donnerstag, 09. Oktober 2008 um 06:57 Uhr | ||
Finanzkrise, Kunst, KunstmarktDiese Einschätzung vertrat am Mittwoch Klaus Gerrit Friese, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Galerien (BVDG) in Köln. Gerade die neuen Kunstsammler großen Stils kämen aus «geldgetriebenen Branchen», sagte Friese. Generell könne man sagen: «In einer Zeit, in der Geld da ist, gibt es auch das Bedürfnis, es auszugeben - anders als wenn das Geld abnimmt.»
Andererseits habe Kunst eine enorme Wertbeständigkeit: «Kunst schlägt jede Aktie.» Deshalb könne es auch sein, dass sich gerade kühl kalkulierende Rechner doch nicht von der Kunst abwendeten. Generell sei festzustellen, dass die Zahl der Kunstkäufer in den vergangenen zehn Jahren massiv zugenommen habe. «Sehr viele Menschen kaufen heute Kunst - Menschen, von denen wir es früher nie gedacht hätten.» Nun müsse sich zeigen, wie beständig dieser Trend sei.
Die Krise könne möglicherweise dazu beitragen, dass Kunst nicht mehr so ausschließlich wie zuletzt nach Preisen bewertet werde. «Qualität hat sich ja auch mal anders als über Preise definiert», sagte Friese. «Ich empfinde es als meine dauernde Aufgabe, darauf hinzuweisen.» Man könne zum Beispiel sehr gute alte Kunst schon für 20 000 Euro bekommen. «Auf dem Markt gilt: Pop ist stärker als Mozart. Das ist der Nerv unserer Zeit, und das schlägt sich dann auch sofort im Preis nieder.» |
























































