| Künstler Olafur Eliasson: «Ich muss jetzt diese Wörter lernen» |
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| Samstag, 11. Oktober 2008 um 11:42 Uhr | ||
Olafur Eliasson, PortraitMit diesen Satz kommentiert der dänische Künstler Olafur Eliasson seine Berufung als Professor an die Universität der Künste Berlin (UdK). Der 41-Jährige, der im Sommer mit vier riesigen künstlichen Wasserfällen in New York für Aufsehen sorgte, wird vom 1. April 2009 an eine Klasse mit 15 Studenten an der Fakultät der Bildenden Künste betreuen. Neben seinem ursächlichen künstlerischen Metier werden dann auch Bewerbungsverfahren und Verwaltungsarbeiten zu seinen tagtäglichen Aufgaben gehören.
«Ich werde jetzt weniger weltweit unterwegs sein und freue mich auch, mich etwas konzentrieren zu können.» Der Däne isländischer Herkunft hat für fünf Jahre die Professor an der Fakultät Bildende Kunst angenommen und will mit einer engen Verzahnung von Kunst mit Human- und Naturwissenschaften neue Akzente setzen. Kunst müsse sich vielfältiger und produktiver in die Gesellschaft einbringen, ist er überzeugt. Die Stadt Berlin fördert das Projekt von 2009 bis 2011 mit einer Million Euro. Privat wird der Vater von zwei kleinen Kindern öfter zwischen Berlin und Kopenhagen pendeln.
1994, noch vor Ende seines Studiums an der Königlich Dänischen Kunstakademie, kam Eliasson nach Berlin, um hier die Studien zu beenden. Die Ausbildung in Kopenhagen habe ihn nicht befriedigt. Seitdem hat er sich in der Hauptstadt Berlin wie auch andere ausländische Künstler eine international beachtete Existenz aufgebaut. Im Studio Eliasson arbeiten heute etwa 30 Menschen - Künstler, Architekten, Handwerker. Neben Aktionskunst interessiert sich der 41-Jährige vor allem für physikalische Phänomene in der Natur: Licht, Wasser, Reflexionen, Bewegung.
Vor etwa zwei Jahren kaufte er mit seinen Partnern eine alte Brauerei auf dem Pfefferberg in Berlin. Dort inmitten von Galerien, Architekturbüro, Hostel und Läden, hat er über drei Etagen das neue Studio eingerichtet. In der obersten Etage wird das Institut beheimatet sein. Wie ernst dem Künstler die Umsetzung seiner Ideen von Gemeinsamkeit privat ist, zeigt das gemeinsame Mittagessen in der hauseigenen kleinen Küche. «Es ist wichtig für Leute, die alle in verschiedene Richtungen denken, einmal am Tag zusammenzukommen.»
(Internet: www.udk-berlin.de)
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