| 100 Jahre Futurismus - Große Retrospektive im Centre Pompidou |
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| Donnerstag, 16. Oktober 2008 um 07:22 Uhr | ||
Futurismus, Centre PompidouUnter dem Titel «Der Futurismus in Paris - eine explosive Avantgarde» widmet das Centre Pompidou seit Mittwoch der in Italien entstandenen Strömung eine umfassende Ausstellung, die im Jahr 2009 ihren 100. Geburtstag feiert. Die rund 200 Exponate, darunter Gemälde, Videos und Dokumente, sollen gleichzeitig aber auch den Einfluss des Kubismus zeigen. Präsentiert werden Werke unter anderem von Severini, Braque, Gleizes, Picabia, Léger, Kupka und Malewitsch. In Paris ist sie bis zum 26. Januar zu sehen, danach sind Rom und London Stationen.
Am 20. Februar 1909 veröffentlichte Filippo Tommaso Marinetti im Pariser «Figaro» das «Manifest des Futurismus». Ein Schrei der Auflehnung gegen den «fanatischen, unverantwortlichen und snobistischen Kult der Vergangenheit» und ein Loblied auf Maschinen, Geschwindigkeit und den revolutionären Wandel. Und so sind in der Ausstellung Werke mit dynamischen Motiven wie Züge, Busse und Städte in kräftigem Kolorit zu sehen, die kubistisch fragmentiert sind. Die wichtigsten Protagonisten des italienischen Futurismus waren Giacomo Balla, Carlo Carrà, Umberto Boccioni und Gino Severini, die alle in der Ausstellung vertreten sind.
Zu den französischen Künstlern, die sich von den Futuristen und ihrer Welt der Maschinen und Technik inspirieren ließen, gehörten Fernand Léger und Robert Delaunay, von dem vor allem die früheren Arbeiten zu sehen sind, auf denen er Sujets wie Städte, Eiffelturm und Flugzeuge bearbeitete. Wie die Ölgemälde von Georges Braque und Albert Gleizes zeigen, empfing der Futurismus aber auch starke Impulse vom Kubismus. Er wurde deshalb auch oft als dessen beschleunigte Version apostrophiert. Die Bewegung endete mit dem Tod Marinettis im Jahre 1944.
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