| Gemälde «Mädchen mit Strohhut» für 1,5 Millionen Euro versteigert |
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| Freitag, 17. Oktober 2008 um 07:39 Uhr | ||
Mädchen mit Strohhut, Friedrich von AmerlingDer Schätzwert hatte lediglich 250 000 bis 350 000 Euro betragen. Nach einem heftigen Bieter-Gefecht ging das Werk am Mittwoch an das Liechtenstein Museum Wien, teilte das Auktionshaus Dorotheum am Donnerstag mit. Der Kaufpreis von 1,5 Millionen Euro bedeutet einen neuen Höchstpreis für ein Bild des Künstlers. Das Gemälde war erst im vergangenen Jahr vom Belvedere-Museum in Wien an die Erben des früheren jüdischen Eigentümers Ernst von Gotthilf zurückgegeben worden.
Der Architekt emigrierte auf Grund der Verfolgung durch das NS- Regime 1938 nach London. Zuvor hatte er seine Kunstsammlung veräußern müssen. In den vergangenen Tagen hatten die Direktoren der österreichischen Bundesmuseen sowie der Leiter des Wien Museums in einer Petition vergeblich des Rückkauf des Werkes durch die Republik Österreich gefordert. Das «Mädchen mit Strohhut» sei eines der berühmtesten Werke Amerlings und «einer der beliebtesten Fixpunkte in der Präsentation der Sammlung des Biedermeiers im Belvedere gewesen».
Das 1835 entstandene Bild wird bereits vom 7. November an im Liechtenstein Museum als «Kunstwerk des Monats» präsentiert. Das «Mädchen mit Strohhut» solle einer der Höhepunkte der ständigen Präsentation im Stadtpalais Liechtenstein in der Wiener Bankgasse werden.
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