| «Gold vor Schwarz» - prächtiger Essener Domschatz auf Zollverein |
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| Freitag, 17. Oktober 2008 um 07:46 Uhr | ||
Essener Domschatz, Kunstwerke, AusstellungIn der spektakulären Sonderausstellung werden mehr als 220 Kunstwerke vor den geschwärzten Mauern früherer Kohlebunker gezeigt - kostbare Gemälde, Skulpturen, Kelche, Handschriften und der legendäre Ring des ersten Ruhrbischofs Franz Hengsbach mit einem eingelegten Stück Kohle. Vier Kreuze, ein Schwert und die «Essener Krone» erinnern an die Goldene Zeit des Essener Frauenstifts um 1000, als in der Stadt Äbtissinnen aus dem ottonischen Kaiserhaus regierten.
Es sei eine «mutige Entscheidung» gewesen, die wunderbaren Stücke mit einem Versicherungswert von rund 100 Millionen Euro in der Kohlenwäsche zu zeigen, sagte der Direktor des Ruhr Museums, Ulrich Borsdorf, am Donnerstag. Die Ausstellung geht bis zum 11. Januar 2009 und soll mit moderaten Eintrittspreisen von 5 Euro und einer kostenlosen Vortragsreihe an jedem Donnerstag zahlreiche Besucher locken. Im Frühjahr 2009 zieht der Domschatz wieder zurück in die Schatzkammer des Essener Doms, die nach einer Umbauzeit wiedereröffnet wird.
Die Exponate stammen aus dem liturgischen Leben des Mitte des 9. Jahrhunderts in Essen gegründeten Stifts für reiche adelige Damen, das zur Keimzelle der Stadtgründung wurde. Fast alle Stücke seien für Essen angefertigt worden, würden schon immer hier aufbewahrt und seien zum Teil sogar noch in liturgischer Benutzung, sagte die Leiterin der Domschatzkammer, Birgitta Falk. Aus demselben Grund könne auch die Goldene Madonna des Essener Doms aus dem 10. Jahrhundert nicht gezeigt werden. Sie bleibe im Dom, wo sie täglich von Gläubigen aufgesucht und angebetet wird.
Der rund 900 Quadratmeter große Kohlebunker auf der 12-Meter-Ebene des Industriegebäudes mit einem großen Mittelgang und zahlreichen Kohle- und Wasserspeicherfächern rechts und links ähnelt verblüffend dem traditionellen Bild einer dreischiffigen Hallenkirche mit ihren Kapellen - allerdings in rohem Stein mit offener Klimatechnik und Beleuchtung. Zwei große, beidseitig bemalte Altarbilder mit Geburts- und Kreuzigungsszenen Christi von Bartholomäus Bruyn aus dem 16. Jahrhundert teilen den Großraum. |
























































