| Politiker: Kultur-Sponsoren müssen auch in Finanzkrise Wort halten |
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| Samstag, 18. Oktober 2008 um 09:40 Uhr | ||
Kultur-Sponsoren, FinanzkriseGerade jetzt müssten sie zu ihren bisherigen Förderzusagen für kulturelle Einrichtungen stehen, weil dies zur Stabilität in der Kulturszene beitrage und auch «ein gesamtgesellschaftliches Signal von überaus großer Bedeutung ist», sagte Otto in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.
«Kultur und Wirtschaft hängen enger zusammen als viele glauben und dabei spielen psychologische Gefühlslagen eine bedeutende Rolle», meinte der FDP-Kulturpolitiker. «Es gibt immer noch die weit verbreitete trügerische Ansicht, dass die Krise nur die Banken und die Reichen betrifft.»
Insofern seien Signale, wie er sie von wichtigen Bankenvertretern zum Beispiel in Frankfurt am Main gehört habe, sehr zu begrüßen, die betont hätten, dass sie zu ihrer Verantwortung auch in der Kulturförderung «auf Punkt und Komma» stünden. Es gebe aber auch die Gefahr, dass andere Wirtschaftsunternehmen ihr Kultursponsoring angesichts von Liquiditätsproblemen kürzen könnten.
«Wir machen uns da schon Gedanken und Sorgen, wer das leugnet, ist nicht Realist», sagte Otto. Das könne auch bedeutende Stiftungen treffen, die auf größere Zuwendungen aus der Wirtschaft angewiesen seien, wie auch andere gemeinnützige Einrichtungen. Auch gebe es erste Meldungen von Festivals in Deutschland, die über das Ausbleiben amerikanischer Orchester-Gastspiele klagten, weil den US-Musikern die Flugkosten plötzlich zu hoch seien beziehungsweise die bisher üblichen Zuschüsse dafür ausblieben.
Angesichts solcher Nachrichten sei es umso wichtiger, «Signale der Sicherheit, Beständigkeit und Kontinuität» auch in der Kulturförderung sowohl vom Staat als auch von der Wirtschaft zu geben. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hatte am Freitag in Berlin in diesem Zusammenhang betont, Deutschlands Kulturlandschaft stehe in der gegenwärtigen internationalen Banken- und Finanzkrise mit seinem hohen öffentlichen Finanzierungsanteil noch «sehr gut da».
Gespräch: Wilfried Mommert, dpa |
























































