| Schweizer Künstler stellt «Rettungsfahnen» vor Reichstag auf |
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| Dienstag, 21. Oktober 2008 um 07:17 Uhr | ||
Enrico Centonze, RettungsfahnenBis zum Abend wollte der 27-Jährige 500 Flaggen aus gold- und silberfarbenen Rettungsdecken in den Boden stecken - eine Fahne für jede Milliarde Euro. Die Polizei brach die Aufstellung der Flaggen jedoch ab, nachdem Centonze etwa 100 Fahnen aufgestellt hatte. Der Künstler hatte keine Genehmigung. Auch die Parlamentsverwaltung wurde von der Kunstaktion überrascht. Zuschauer bewerteten die Veranstaltung positiv, weil sie die Menschen auf die Krise aufmerksam mache.
«Kunst sollte immer ein Teil der aktuellen Politik sein», sagte Centonze, «wenn wir zwei Monate gewartet hätten, wäre die Situation vorbei gewesen». Der Schweizer wollte eine öffentliche Diskussion anregen. Vielen Menschen sei die Tragweite der Finanzkrise noch nicht klar. Die «ungeheure Zahl» von 500 Milliarden Euro wirke wie eine Bedrohung, sagte Centonze, «denn wer es am Ende zahlen muss, ist das Volk». Eine politische Aussage wollte der Künstler jedoch nicht mit seiner Aktion verbinden. Ähnliche Projekte mit Fahnen veranstaltete Centonze bereits in Zürich, London und Prag.
(Internet: www.enrico111.com) |
























































