| Der Bund zeigt seine Kunst - Ausstellung über Ankäufe in zehn Jahren |
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| Dienstag, 28. Oktober 2008 um 07:17 Uhr | ||
Martin-Gropius-Bau, Bund, KunstsammlungDie Ausstellung ist von diesem Donnerstag an im Martin-Gropius-Bau der Öffentlichkeit zugänglich, offiziell eröffnet wird sie bereits an diesem Dienstag von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU). Anlass ist das zehnjährige Bestehen des Amtes eines «Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien».
Die Ausstellung zeigt 50 Werke, die bis auf eine Ausnahme noch nicht öffentlich im Rahmen der Sammlung präsentiert worden sind, wie die Veranstalter am Montag mitteilten. Im Laufe des zurückliegenden Jahrzehnts haben fast 400 Werke in die Sammlung Eingang gefunden, darunter solche von international renommierten Künstlern wie Olafur Eliasson, Isa Genzken, Jonathan Monk oder Thomas Struth. Insgesamt wurden seit 1971 mehr als 1300 Kunstwerke angekauft. Der jährliche Ankaufsetat beträgt zurzeit knapp 500 000 Euro.
Die Ankaufskommission richtet ihr Augenmerk auch auf «junge, äußerst vielversprechende Positionen» in der Kunstszene. Von Film und Fotografie über Malerei, Skulptur, Video und Zeichnung sind zahlreiche Kunstgattungen vertreten, die sich manchmal auch mit zeitgeschichtlichen Themen auseinandersetzen. So sind von dem in Leipzig lebenden Sven Johne Siebdrucke mit dem Titel «Demmin» zu sehen, der mit 900 Stecknadeln auf alten Lageplänen an den wohl größten bisher bekannten Massenselbstmord in der deutschen Geschichte erinnert. Beim Einmarsch der Roten Armee Ende April 1945 im mecklenburgischen Demmin waren etwa 1000 Menschen in den Flüssen Peene, Trebel und Tollense in den Tod gegangen, was in der DDR lange verschwiegen wurde.
Da die Bundessammlung über keinen festen Ort verfügt, sind die Werke über die ganze Bundesrepublik verstreut und auch im Ausland zu sehen, unter anderem in Ministerien, Botschaften und im Kanzleramt, aber auch als Leihgaben in Museen. Der Eintritt zur Berliner Ausstellung ist frei. «Der Steuerzahler hat ja schon dafür bezahlt», hieß es aus Neumanns Büro. Der Katalog kostet in der Ausstellung 19,90 Euro.
(Internet: www.gropiusbau.de) |
























































