| Vor 50 Jahren gab die UdSSR Beutekunst an die DDR zurück - Festakt |
|
|
|
| Mittwoch, 29. Oktober 2008 um 06:47 Uhr | ||
UdSSR, Beutekunst , DDR1958 waren rund 1,5 Millionen Werke an die DDR übergeben worden. Drei Jahre zuvor hatte es eine erste Rückgabe gegeben. Sie betraf unter anderem knapp 1700 Bilder aus der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Richtung Osten abtransportiert und dann in Moskau und Kiew aufbewahrt worden waren. Am Festakt im Pergamon-Museum nehmen unter anderen Alt- Bundespräsident Richard von Weizsäcker und der frühere sowjetische Botschafter Walentin Falin teil.
Wie viele Kunstschätze aus deutschen Museen verloren gingen, lässt sich nicht exakt beziffern. Kleinformatige Werke sind vermutlich bei Plünderungen auch in manchem Soldatenmantel verschwunden und später in privaten Haushalten wieder aufgetaucht. Auch in den USA wurden Werke aus deutschen Sammlungen gefunden. Berühmt sind Fälle wie die Marienkirche in Frankfurt (Oder). Sie hatte erst 2002 ihre gotischen Fenster aus Russland zurückerhalten. Die Berliner Museen vermissen noch etwa 180 000 Objekte, darunter indische Skulpturen und antike Keramiken. In den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden fehlen allein aus dem Kunstgewerbemuseum etwa 10 000 Stücke, insgesamt fehlen den Dresdner Museen noch Zehntausende von Stücken.
Nach Schätzungen sollen etwa 2,5 Millionen Kunstobjekte und Bücher aus Deutschland als Kriegsbeute an die Siegermächte gegangen sein, vor allem an die Sowjetunion. Von dort erfolgte 1955/56 eine erste Rückgabe. Sie betraf neben anderen Gemälden aus der Dresdner Gemäldegalerie auch Raffaels «Sixtinische Madonna». «Für Dresden war das ein großes, freudiges Ereignis - sozusagen die Wiedergeburt der Staatlichen Kunstsammlungen - auch wenn nicht alles zurückkam», sagte der Chef der Dresdner Provenienzforschung, Gilbert Lupfer. Natürlich habe hinter dieser Entscheidung auch politisches Kalkül und der Wunsch der UdSSR nach internationaler Anerkennung gesteckt. «Dennoch: Es war ein großer Schritt hin zur Nachkriegsnormalität.» |
























































