| Kunstherbst mit Riesenprogramm - Chef der Berliner Museen geht |
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| Freitag, 31. Oktober 2008 um 10:22 Uhr | ||
Berliner Kunstherbst, Peter-Klaus SchusterDer Berliner Kunstherbst platzt aus allen Nähten. Bei einem Festakt an diesem Freitag übergibt der langjährige Museums- Generaldirektor der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Peter-Klaus Schuster, das Amt an seinen Nachfolger Michael Eissenhauer. Eissenhauer war bisher Kasseler Museumschef und Präsident des Deutschen Museumsbundes. Am Wochenende locken neben dem Art Forum fünf weitere Kunstmessen.
Am Mittwochabend öffnete neben den Ruinen des Palastes der Republik für zwei Jahre die Temporäre Kunsthalle, wo als erste die südafrikanische Künstlerin Candice Breitz Videoinstallationen zeigt. Am Freitag beginnt in den Messehallen am Funkturm das Art Forum, bei dem sich 120 Galerien aus mehr als 25 Ländern präsentieren. Zu sehen sind bis Montag Werke aus Malerei, Skulptur, Installation, Video und Fotografie sowie Arbeiten auf Papier. Eine Sonderausstellung widmet sich unter dem Titel «Difference, what difference?» der Frage nach dem Wert und der Bedeutung von Kunstwerken zwischen Kunstmarkt und Ausstellung.
Der 65-jährige Schuster, einer der wichtigsten Museumschefs in Deutschland, verabschiedet sich nach neun Jahren mit einem Ausstellungsfeuerwerk aus zehn Schauen. Das Leitmotiv ist «Der Kult des Künstlers». Zu dem Kunstfestival laufen beispielsweise im Hamburger Bahnhof Ausstellungen zu Joseph Beuys und Andy Warhol. Am Mittwoch war der Amerikaner Jeff Koons in der Neuen Nationalgalerie zu Gast, wo seine knallbunten Riesenskulpturen präsentiert werden.
Der Bau von Mies van der Rohe ist parallel zur Koons-Schau Schauplatz einer großen Ausstellung mit 300 Meisterwerken von Paul Klee («Das Universum Klee»). Schuster war zuletzt nicht nur Generaldirektor, sondern auch Chef der Neuen Nationalgalerie. Seine Nachfolge dort tritt Udo Kittelmann an, der bisher Chef des Frankfurter Museums für Moderne Kunst war.
Ein Muss für Fotografie-Fans ist derzeit die Ausstellung mit Bildern von Richard Avedon im Martin-Gropius-Bau. Kunstsammler, Galeristen und Kritiker haben über das Wochenende ein volles Programm: Der Kunstsalon im Humboldt-Umspannwerk im Prenzlauer Berg versteht sich als «Plattform junger, unverbrauchter und entdeckenswerter Kunst». In einem alten Hangar am Flughafen Tempelhof, der gerade stillgelegt wird, wollen bei der Preview 57 Galerien ihre Künstler vorstellen. Bei der Berliner Liste im Haus Cumberland am Kurfürstendamm sind rund 80 Galerien vertreten.
In den «OTA Apartments» an der Schönhauser Allee wird bei der Bridge Art Fair internationale Kunst aus Städten wie Miami, Auckland und Warschau vorgestellt. Die aus Dänemark stammende Messe Artville gastiert in einem großen Altbau gegenüber dem Flughafen Tempelhof.
(Internet: www.smb.spk-berlin.de, www.art-forum-berlin.de, www.kunsthalle-berlin.de) |
























































