| Poppiger Beethoven von Kölner Maler wirbt auf Paketen für die Kunst |
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| Montag, 01. September 2008 um 07:33 Uhr | ||
Beethoven, Post, PaketeKlassik und Moderne verbindet sich in dem Werk des Kölner Künstlers Wolfgang Loesche. Das Bild hat jedoch keinen Rahmen und hängt an keiner Wand - es ziert ein Paket, genauer 100 000 Pakete. In dieser Stückzahl hat die Post das Motiv aufgelegt. «Wir haben die Pakete nicht beworben, aber sie finden eine Riesenresonanz», berichtet Post-Pressesprecher Jörg Koens in der Galerie Jaeschke in Braunschweig. Olaf Jaeschke hatte die Idee mit dem bunten Paket, das ein wenig Kunst in den Alltag bringen soll. «Immer nur gelbe Pakete, das finde ich langweilig», sagt der Braunschweiger Galerist augenzwinkernd.
Es ist nicht das erste Mal, das Jaeschke seine Finger mit im Spiel hat, wenn Maler ihre Kunst auf besondere Art in den Alltag bringen. So überredete der Braunschweiger den amerikanischen Künstler James Rizzi, in Braunschweig das «Happy RIZZI House» zu gestalten. Die farbenfrohen Figuren des Amerikaners zieren den fünfgeschossigen Bürobau am Rande der Braunschweiger Innenstadt von unten bis oben mit. «Ich finde es gut, wenn Kunst für jeden erlebbar wird», sagt Jaeschke. «Farben und Formen lösen doch Emotionen aus, die toll sind», erläutert Jaeschke seine Idee. Oft würden zudem Geschenke verschickt werden, die schöner verpackt beim Adressaten besser ankommen.
Im Januar dieses Jahres fragte Jaeschke dann bei einigen Künstlern nach Motiven für ein Postpaket an. Den in Bielefeld und Köln lebenden Maler Wolfgang Loesche konnte der Galerist schnell überzeugen. «Seine Bilder beinhalten sowohl abstrakte als auch realistische Darstellungen. Er hat keine enge Zielgruppe, jeder kann sich wiederfinden», ist Jaeschke überzeugt. Mit dem Entwurf unter dem Arm hat sich der Galerist dann auf den Weg nach Bonn zur Postzentrale gemacht. Dort habe er schnell den Produktmanager Boris Meyer überzeugen können. «Seit dem 4. August stehen die Pakete in vielen Filialen», berichtet Koens. Die Produktionskosten seien zwar geringfügig teurer als bei den schlichten gelben Paketen, der Preis für die Kunden sei jedoch identisch.
«Ich habe keine Berührungsangst, ich finde es gut, wenn auch Menschen, die nicht in Galerien gehen, Kunst auf diesem Weg erleben», sagt der 1947 geborene Künstler. Beethoven ziert übrigens eigentlich die Rückseite des Faltkartons. Neben dem Adressfeld hat Loesche die Noten der 5. Sinfonie gemalt. Geld haben der Galerist und der Maler für ihren Einsatz nicht bekommen, ihre Internetadressen stehen aber als Gegenleistung auf dem Paket. Alle Beteiligten können sich eine Fortsetzung der Zusammenarbeit vorstellen.
(Internet: www.galerie-jaeschke.de/loesche.htm) |
























































