| Südafrikas Star-Künstler Koloane am Niederrhein |
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| Sonntag, 07. September 2008 um 19:33 Uhr | ||
David KoloaneBisher nie gezeigte Arbeiten des Südafrikaners präsentiert jetzt das Museum der Niederrheinstadt Goch. Die 50 Papierarbeiten aus dem vergangenen Jahrzehnt sind bis zum 19. Oktober zu sehen und würdigen den Künstler zum 70. Geburtstag, teilte das Museum am Samstag mit.
Koloane, der im Schwarzen-Ghetto Alexandra aufgewachsen ist, schildert in großformatigen Blättern das Leben und die Städte seines Landes - oft genug in finsterer Manier mit schwarzer Zeichenkohle. «Zwei Hunde» (1999) stehen sich so im Halbdunkel vor einer düsteren Zeile ärmlicher Häuser bedrohlich kampfbereit gegenüber. Das «reiche» Südafrika, ebenso morbide geschildert, wird bestimmt von Hochhäusern mit fahler Neon-Reklame in den Straßenschluchten Johannesburgs, von Auto-Schlangen im nächtlichen Dunst. Mit gestischem Duktus stelle Koloane seine Motive dar und nähere sich beim «Ringen um die Annäherung von Form und Inhalt» stilistisch dem deutschen Expressionismus, urteilt Gochs Museumschef Stephan Mann.
Neben dem Thema Stadt gehört die Verletzbarkeit des Menschen zu seinen wichtigsten Motiven: Koloanes Porträts erinnern nur auf den ersten Blick an die originellen Friseur-Werbetafeln aus Westafrika. In ihrer Flächigkeit fast monumental zeigen sie in erdigen Farben die stark geschminkten Gesichter von Prostituierten.
Koloane studierte Kunst und Kunstgeschichte in Johannesburg und London und gründete nach seiner Rückkehr nach Südafrika in den 70er Jahren die erste Galerie für schwarze Künstler im Land. Der mit zahlreichen Preisen geehrte Maler und Zeichner richtete das Atelierhaus Bag Factory in Johannesburg ein, das zu den wichtigsten Zentren der jungen Kunstszene Südafrikas gehört.
(Internet: www.museum-goch.de) |
























































