| Feininger-Sammlung bleibt in Chemnitz |
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| Donnerstag, 11. September 2008 um 07:33 Uhr | ||
Lyonel Feininger, ChemnitzDie Stadt habe die Werke erworben, die sich als befristete Leihgabe schon in den Kunstsammlungen Chemnitz befinden, teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit. Es sei eine der weltweit größten Privatkollektionen des grafischen Werkes Feiningers. Sie umfasse 298 Objekte, darunter Aquarelle, Zeichnungen, Briefe und einen vom Künstler bearbeiteten Holzstock. In der Kollektion sei auch die berühmte Grafik «Die Kathedrale» für das Bauhaus-Manifest. Der Kauf wurde vor allem von Bundesregierung, der Kulturstiftung der Länder und der Ostdeutsche Sparkassenstiftung mit der Sparkasse Chemnitz finanziert.
Laut Stadtverwaltung gab es seit Dezember 1997 ein Leihvertrag für die Sammlung. Darin war ein Angebot an die Stadt Chemnitz enthalten, das Konvolut bis spätestens zum 15. August 2008 zu erwerben. Deshalb habe Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) eine Eilentscheidung getroffen. Die Sammlung soll 2009 in feierlichem Rahmen der Öffentlichkeit präsentiert werden. Bisher gab es drei Feininger-Ausstellung in Chemnitz: Die erste fand vor 80 Jahren statt, die zweite 1996 und die dritte und umfangreichste im Jahr 2006.
Der in New York geborenen Feininger kam erst mit 36 Jahren zur Malerei. Bekannt geworden sind vor allem seine Bilder von Kirchen und Dorfkernen des Weimarer Umlandes in Thüringen, wo er sich zwischen 1906 und 1937 immer aufhielt. 1919 wurde er an das Bauhaus nach Weimar berufen. Er war mit dem in Chemnitzer Maler Karl Schmidt-Rottluff befreundet, der 1915 ein Porträt von ihm schuf. Beide zählten zu den von den Nationalsozialisten als «entartet» diffamierten Künstlern. 32 Gemälde, 88 Zeichnungen und 348 Druckgrafiken Lyonel Feiningers wurden aus deutschen Museen entfernt, darunter auch sechs Druckgrafiken und ein Aquarell aus Chemnitz. |
























































