| Kunstsammler Bastian begrüßt Hirst-Auktion in London |
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| Sonntag, 14. September 2008 um 18:21 Uhr | ||
Auktion, Damien Hirst, SothebysHirst umgehe damit das «elitäre Verteilungssystem» der Galerien, sagte Bastian am Freitag auf Deutschlandradio Kultur. Die Idee von Hirst, die Kunstwerke zu versteigern und nicht über Galerien zu verkaufen, sei zwar «abenteuerlich und gewagt», meinte Bastian. Doch letztlich beschleunige Hirst damit nur Veränderungen in der Kunstwelt, die ohnehin vonstatten gingen.
Der Kunstsammler bescheinigte Hirst, den «richtigen Zeitpunkt gewählt» zu haben. Der Kunstmarkt bestehe heute nicht mehr nur aus Nordamerika und Westeuropa, sondern auch aus Russland, China, Indien, Südamerika und den arabischen Staaten. Die geplante Auktion sei allerdings «kaum auf andere Künstler übertragbar», so Bastian. Hirst sei schon immer ein «Künstler der Wagnisse» gewesen. «Hirst ist der innovativste und radikalste aller Künstler seit Andy Warhol und Francis Bacon», meinte Bastian. Seine Werke seien «eine Art Glashaus der Erkenntnis von der vollkommenen Sinnlosigkeit des Lebens».
Hirst will am 15. und 16. September in London eine riesige Sammlung seiner Werke versteigern lassen. Der Schätzwert der insgesamt mehr als 220 Werke aus den vergangenen zwei Jahren liegt bei 65 Millionen Pfund (80,57 Millionen Euro), teilte das Auktionshaus Sotheby's in London mit. Unter den Werken sind ein in Formaldehyd eingelegtes Zebra und ein Kalb mit Hufen und Hörnern aus massivem Gold. Die Versteigerung findet am 15. und 16. September statt.
Normalerweise verkaufen Künstler ihre Werke nicht direkt über ein Auktionshaus sondern über Galerien. «Es ist eine sehr demokratische Art und Weise, Kunst zu verkaufen, es ist eine natürliche Entwicklung der zeitgenössischen Kunst», sagte Hirst. Der 1965 in Bristol geborene Künstler hat mit Werken wie einem mit Diamanten besetzten Totenschädel Millionensummen erzielt.
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