| Rubens und Dogge - Düsseldorf «entdeckt» kurfürstliche Kunstsammlung |
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| Freitag, 19. September 2008 um 07:11 Uhr | ||
Kunstsammlung, Kurfürsten Johann Wilhelm von der Pfalz, DüsseldorfAls wahrer «Großsammler» hat der Regent mehr als 1000 Werke in seiner Residenz Düsseldorf zusammengetragen. Prachtstück bis heute ist Peter Paul Rubens monumentale «Himmelfahrt Mariae» (1616/18). Mit der Ausstellung «Himmlisch Herrlich Höfisch» erinnert das museum kunst palast in Düsseldorf von Samstag an (bis 11. Januar 2009) an die Keimzelle der rheinischen Kunstmetropole.
Noch vor Dresden oder Wien hatte der Kurfürst aus der Dynastie der Wittelsbacher im großen Stil Malerei des Barock und der italienischen Renaissance gesammelt. Etwa 150 Gemälde, Zeichnungen, Grafiken und Skulpturen sollen jetzt den Glanz dieses frühen «Museums» wiederbeleben, das durch Erbfolge zum Kern der Münchener Pinakothek geworden ist. Der Besuch der Sammlung, so notierte Goethe, sei «ein Gewinn fürs Leben».
In der Tradition Tizians malte Anton van Dyck um 1630 ein sehr menschliches Porträt des Regenten-Großvaters, des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm, auf dem nicht nur die freundliche Dogge entzückt. Als repräsentativ-kühles Herrscher-Doppelporträt verewigte der «Cabinetsmaler» Jan Frans van Douven eine Generation später den Enkel nebst Gattin Anna Maria Luisa deMedici mit allen Insignien der Macht. Vom «Hofstatuarius», dem Bildhauer Gabriel Grupello, stammt ein in Basel neu entdeckter, prächtiger Schlitten und auch das Fragment eines grauen Marmorkopfs, in dem sich nahezu «antik» Ernst und gelassene Heiterkeit vereinen.
Der Kurfürst, bis heute in seiner Ex-Residenz «Jan Wellem» genannt, sammelte Rubens gleich reihenweise. Des Malers katholisch- gegenreformatorisches Bildprogramm, vom frommen Regenten überaus geschätzt, wird in der furiosen Himmelfahrt mit der in die Wolken entschwebenden Maria überdeutlich. Ein aus der Hamburger Kunsthalle geliehener, kleinformatiger Entwurf (1617) des Riesengemäldes beeindruckt mit der impressionistisch-leichten Schilderung des Himmels. Die «Rekonstruktion» aus dem Computer zeigt das fromme Monumental-Gemälde in seiner eigentlichen Funktion als Altarbild: Der gewaltige Rahmen-Aufbau der «Himmelfahrt» aus Düsseldorf ist erst kürzlich in einer Kirche bei Brüssel entdeckt worden.
(Internet: www.museum-kunst-palast.de) |
























































