| «Spuren des Geistigen»: Werke von Friedrich bis Hirst in München |
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| Freitag, 19. September 2008 um 07:16 Uhr | ||
Münchner Haus der Kunst, Spuren des Geistigen, AusstellungDie Bandbreite reicht vom deutschen Romantiker Caspar David Friedrich bis zu dem für seine Tierkadaver berühmt-berüchtigten britischen Gegenwartskünstler Damien Hirst. «Die Ausstellung ist unglaublich reich bestückt», sagte Chris Dercon, Geschäftsführer des Hauses der Kunst, wenige Stunden vor der Eröffnung am Donnerstag. «Wir haben hier 60 Topstücke, die jetzt im Centre Pompidou in Paris fehlen.» Die Kunstwerke aus den vergangenen zwei Jahrhunderten, beginnend mit den Anfängen der Säkularisierung, sollen Fragen nach neuen Formen der Darstellung des Göttlichen aufwerfen.
«Die Ausstellung hat auch eine Botschaft für die Trivialität des heutigen Kunstmarkts, nämlich dass wir versuchen müssen, in einem Kunstwerk auch noch etwas anderes zu finden als Geld», sagte Dercon angesichts der rasant steigenden Preise auf dem internationalen Kunstmarkt. So wurde beispielsweise ein teilweise vergoldeter, eingelegter Bulle des Künstlers Damien Hirst, dessen Werk «Forgive Me Father for I Have Sinned» in der Ausstellung zu sehen ist, am Montagabend in London für fast 13 Millionen Euro versteigert.
In ähnlicher Form war die Ausstellung unter dem Titel «Traces du Sacré» im Sommer bereits im Pariser Centre Pompidou zu sehen. «Wir haben den Titel allerdings anders übersetzt, nicht mit 'Spuren des Heiligen', sondern 'Spuren des Geistigen', weil wir in Deutschland diesen geistigen Aspekt in den Mittelpunkt stellen wollen», sagte die Kuratorin Angela Lampe. Einige Werke sind in München dazu neu hinzugekommen, wie beispielsweise zwei Arbeiten von Martin Kippenberger und ein Bild von Kasimir Malewitsch, andere mussten in Paris bleiben. «Wenn eine Arbeit zu fragil ist, dann muss sie zu Hause bleiben, das respektieren wir», sagte Chris Dercon.
Im Münchner Haus der Kunst sind die rund 200 Werke, unter anderem von Joseph Beuys, Andreas Gursky, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Piet Mondrian und Francisco de Goya bis zum 11. Januar zu sehen. |
























































