| NS-Kunstraub-Ausstellung in Berlin - Neumann für «faire Lösungen» |
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| Freitag, 19. September 2008 um 07:18 Uhr | ||
NS-Kunstraub-Ausstellung, BerlinNoch immer werden tausende Werke vermisst, die den Juden weggenommen wurden. «Raub und Restitution. Kulturgut aus jüdischem Besitz von 1933 bis heute» - unter diesem Titel zeichnet das Jüdische Museum Berlin von diesem Freitag an (bis 25. Januar) die Geschichte und den Konflikt um die Rückgabe der gestohlenen Kunst nach. Nutznießer des Raubzugs seien auch Privatsammler, Museen und Kunsthandel gewesen, wie Museumsdirektor Michael Blumenthal am Donnerstag sagte. 2009 wird die Ausstellung im Jüdischen Museum Frankfurt gezeigt.
Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) setzte sich bei der Eröffnung der Ausstellung am Donnerstagabend für «faire und gerechte Lösungen» bei der Rückgabe von NS-Raubkunst «im Sinne der Washingtoner Prinzipien» ein. «Deutschland steht auch mehr als 60 Jahre nach Kriegsende uneingeschränkt zu seiner moralischen Verantwortung für die Restitution von NS-Raubkunst», sagte Neumann.
Die Geschichte der NS-Raubkunst sei «eine Geschichte der Entrechtung und Enteignung, der Ausplünderung und Bereicherung, von Vernichtung, Vergessen und Verdrängung», betonte der Staatsminister. Mit der von der Bundesregierung initiierten und neu eingerichteten Arbeitsstelle «Provenienzrecherche/-forschung» bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sei eine Anlaufstelle geschaffen worden, mit der auch dezentrale Nachforschungen besser vernetzt werden könnten.
Mit der Verabschiedung der «Washingtoner Prinzipien» vor zehn Jahren sicherten 44 Staaten zu, von Nationalsozialisten geraubtes Kulturgut auch nach Ablauf gesetzlicher Fristen an die Eigentümer oder deren Erben zurückzugeben. Ein Jahr nach der Unterzeichnung einigten sich Bund, Länder und Kommunen in Deutschland auf die sogenannte «Gemeinsame Erklärung». Damit sollen Einrichtungen wie Museen, Archive und Bibliotheken unterstützt werden, selbst nach verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut in ihren Beständen zu fahnden und faire und gerechte Lösungen zu finden. Zur Lösung strittiger Fälle hat der Bund eine «Beratende Kommission» eingesetzt, die Empfehlungen aussprechen kann. |
























































