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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Sonderschau zeigt Malerei und Zeichnungen von Heiner Hans Körting PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 23. September 2008 um 06:54 Uhr

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Heiner Hans Körting, Museum für Angewandte Kunst, Gera

«Die Exposition schöpft aus einem riesigen Konvolut an Studien, Skizzen, Zeichnungen, Gemälden und Blättern in seltenen grafischen Drucktechniken, die Körting hinterließ», sagte Kurator Hans-Peter Jakobson am Montag. Erstmalig präsentiere das Museum diesen Teil des Werkes von Körting, der sich Dank der finanziellen Unterstützung der Kulturstiftung der Länder zum großen Teil im Besitz des Museums befindet. Die Schau mit dem Titel «Der andere Körting - Ein Keramiker als Maler und Zeichner» sollte am Montagabend eröffnet werden und ist bis zum 8. Februar 2009 zu sehen.

 

Der in München geborene Künstler lebte nach dem Zweiten Weltkrieg in Thüringen und übernahm 1949 mit seiner ersten Frau die Werkstatt des Bauhaustöpfers Otto Lindig in Dornburg. Doch konnte er nach Angaben von Jakobson nicht nur mit Ton meisterlich umgehen, sondern war auch ein begnadeter Zeichner und Maler. So seien etwa in seinen Bleistift- und Federzeichnungen aus den Jahren 1945/1946 Parallelen zur niederländischen Zeichenkunst des 17. Jahrhunderts zu erkennen. Als Lehr- und Anschauungsmaterial schuf er zwischen 1946 und 1948 zudem eine Serie über heimische Vögel in Wasserfarben. Sie werden den Angaben zufolge erstmalig im Original und als Druckfassung gezeigt, die 1984 als Mappe mit 48 farbigen Blättern erschien.

 

Neben solchen Tier- und Pflanzendarstellungen schuf Körting auch Porträts, Aktstudien, Landschaftsmalerei und Genrebilder mit meist humorvollen Sujets. Dazu kommen laut Jakobson unzählige, oft nur vignettenartige Zeichnungen, die an Wilhelm Busch erinnern. Doch sei das zeichnerische Werk ohne die Keramik nur schwer vorstellbar, betonte der Kurator. So werden in der Ausstellung Werken des Zeichners beispielhaft markante Objekte des Keramikers gegenübergestellt. Die Besucher sollen zudem die Entwicklung einer Form von den ersten Skizzen bis zur fertigen Keramik nachvollziehen können.



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