| Prozess gegen Kunstmäzen Vilar beginnt - Millionen veruntreut? |
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| Dienstag, 23. September 2008 um 06:59 Uhr | ||
Prozess, Alberto VilarDie Auswahl werde mehrere Tage dauern, sagte ein Sprecher des zuständigen Richters, Richard Sullivan. Dem aus Kuba stammenden Vilar, der weltweit als großzügiger Sponsor von Festspielen und Kulturinstitutionen auftrat, wird unter anderem Wertpapierbetrug und Geldwäsche vorgeworfen. Er soll 5 Millionen Dollar (heute 3,2 Millionen Euro) veruntreut haben. Vilar hatte früher unter anderem die Bayreuther und Salzburger Festspiele, das Festival Baden-Baden, die Metropolitan Opera in New York und das Royal Opera House in London unterstützt.
Der Mäzen soll in aller Welt rund 225 Millionen Dollar an Kultureinrichtungen gespendet haben. Bereits vor seiner vorübergehenden Verhaftung 2005 hatte es Gerüchte über finanzielle Schwierigkeiten des Mäzens gegeben, da er vielfach Zahlungszusagen nicht einhalten konnte.
Der Prozess mit zwölf Anklagepunkten soll voraussichtlich sieben Wochen dauern. Vilar erklärte sich für nicht schuldig. «Ich kämpfe gegen Anschuldigungen, die meiner Meinung nach absurd sind und der Prozess beginnt ja Gott-sei-Dank bald. Aber ich führe kein normales Leben - mit der Brutalität des Kriminalsystems im Nacken», hatte Vilar zuvor in einem Interview mit der «New York Times» gesagt.
Der Mäzen war im Mai 2005 festgenommen worden und befindet sich nach kurzer Untersuchungshaft seitdem wieder auf freiem Fuß. Die Kaution von 10 Millionen Dollar hatten Freunde aus der Kunstwelt für ihn aufgebracht, darunter der russische Chefdirigent Waleri Gergijew. Seitdem lebte Vilar Berichten zufolge weiter in seinem Luxus- Appartement in Manhattan und besuchte regelmäßig Opernaufführungen, durfte allerdings ohne gerichtliche Erlaubnis nicht reisen. |
























































