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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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artefacti® wird zur eingetragenen Marke. Mit Wirkung zum 02.06.2008 ist die Wortmarke artefacti® in das Register des Deutschen Patent- und Markenamtes unter den Aktenzeichen 30 2008 005 456.5 / 16 eingetragen worden. Unter der Wortmarke wird die abstrakte Kunst des Künstlers Michael Külbel als auch die Veranstaltung von Ausstellungen geschützt.



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Kunst & Kultur

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Nachrichten aus Kunst und Kultur aus dem Jahr 2009
«Still-Leben» bringt tausendfach Alltag auf A 40 Von Jennifer Riediger, dpa PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 21. März 2010 um 09:37 Uhr

 

Essen (dpa/lnw) - Die Nutzung als Autobahn ist Alltag, als schneller Weg zur Arbeit, in den Urlaub oder zum Ausflug ins Grüne. Aber als Wohnzimmer, in dem man Freunde trifft? Als Proberaum oder gar als Tanzsaal? Diese Rolle ist neu für die A 40, die Hauptverkehrsader des Ruhrgebiets und eine der meistbefahrenen Straßen Europas. Am 18. Juli rollt hier kein Auto. Dann werden 20 000 Tische aufgestellt, und der Pott feiert das «größte Fest der Alltagskulturen». Die Europäische Kulturhauptstadt Ruhr.2010 macht es möglich.

 

Auf mehr als 60 Kilometern entsteht beim «Still-Leben Ruhrschnellweg» dann die «längste Tafel der Welt». In Fahrtrichtung Duisburg präsentieren Bürger von 11 bis 17 Uhr ihre kreativen Ideen zum Thema Alltagskultur. 7010 Tickets wurden bereits in zwei Anmelderunden verlost. Das Interesse sei riesig gewesen, teilte die Agentur TAS am Freitag mit. Insgesamt hätten sich 12 000 Gruppen um einen Tisch beworben - fast 5000 mehr als zur Verfügung standen. Knapp 4000 weitere Karten gehen ab Mitte Mai in den freien Verkauf.

 

Einer der Glücklichen, der einen Platz ergattern konnte, ist Tim Bäcker. Gemeinsam mit anderen Studenten aus dem Revier steht er mit seiner Gruppe im Juli an der Ausfahrt Mülheim-Heissen. Bei ihrem Beitrag «Ruhrpottcalling» wollen sie das Ruhrgebiet in Diashow und Dichtung künstlerisch präsentieren. Bäcker ist von der Idee des Kulturhauptstadt-Projektes begeistert. «Ich fahr jeden Tag die A 40 rauf und runter und finde das spannend, sie nun mal aus einer anderen Perspektive zu sehen», sagt der Mülheimer.

 

Auch die Gruppe «BospoRuhrUs» hat einen guten Platz in der Lostrommel erwischt. Der deutsch-türkisch-griechische Freundeskreis präsentiert kulinarische Köstlichkeiten aus dem Revier und der Türkei. «Wir wollen einfach ein bisschen auf der Autobahn bei hoffentlich schönem Wetter zusammensitzen», sagt Gruppenmitglied Norbert Henze. Zur Vorbereitung haben die Freunde etwas Besonderes vor: Sie fliegen im April nach Istanbul, um die andere große Kulturhauptstadt zu entdecken.

 

Internationales Flair will auch die Gruppe «Balanção» an ihrem Tisch verbreiten. Unter dem Motto «Rio meets Ruhrpott» zeigt die Samba- und Perkussiongruppe Rhythmen vom Zuckerhut und aus der Karibik. Das Stück «Asfalto» haben sie extra für «Still-Leben Ruhrschnellweg» geschrieben, sagt Mitglied Klaus Richter. «Damit zeigen wir, wie heiße Rhythmen und Asphalt zusammenpassen.»

 

Während sich die Gruppen auf der A 40 in Fahrtrichtung Duisburg kreativ austoben, können auf der Gegenfahrbahn alle die Chance nutzen einmal richtig Gas zu geben. Natürlich nur mit Fahrrad, Inlinern und Co. - nicht mit dem Auto, versteht sich.


 

 
Gerhard Richter porträtiert Kölner Ex-OB Schramma PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 16. März 2010 um 21:29 Uhr

 

Köln (dpa) - Der Maler Gerhard Richter hat für die Oberbürgermeister-Galerie im Kölner Rathaus den ehemaligen OB Fritz Schramma (CDU) porträtiert. Es ist allerdings kein Gemälde geworden, sondern ein Foto. Nur die Fotografie sei für ein Porträt noch zeitgemäß, erläuterte Richter am Dienstag im Rathaus. Der 78-Jährige lebt seit vielen Jahren in Köln und ist Ehrenbürger der Stadt.

 

Richter zählt zu den einflussreichsten Künstlern der Welt; bei Auktionen erzielen seine Werke Spitzenpreise. Schramma (62) musste ihn erst einige Zeit bearbeiten, bis er sich zu dem Porträt bereiterklärte. Das Ergebnis fällt auf den ersten Blick konventionell aus: Schramma posiert denkbar staatstragend vor einem holzvertäfelten Ratssaal.

 

Richter sagte jedoch, genau dies sei der erwünschte Überraschungseffekt. «Die ewigen Provokationen, das ist doch langweilig», sagte er. Aus «Überdruss an der Moderne» habe er die Rolle des autonomen, freien Künstlers in diesem Fall bewusst aufgegeben.

 

Schramma war Oberbürgermeister von 2000 bis 2009. Bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr trat er nicht wieder an, weil sein Krisenmanagement nach dem Einsturz des Stadtarchivs heftig kritisiert worden war. Er ist aber weiterhin beliebt und gilt als besonders volkstümlicher Ur-Kölner.

 

Sein Nachfolger Jürgen Roters (SPD) sagte bei der Präsentation, es ehre alle Kölner, dass der berühmte Künstler sich bereitgefunden habe, Schramma auf diese Weise zu verewigen. Kunstinteressierte könnten sich nun Richters Bilder im Museum Ludwig ansehen, dann das von ihm gestaltete Fenster im Kölner Dom und anschließend noch das Schramma-Porträt im Rathaus.

 

 
Kokoschka und «Brücke» 2010 im Museum Moritzburg PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 31. Dezember 2009 um 09:20 Uhr

Halle (dpa/sa) - Die Maler Oskar Kokoschka, Franz Marc und Paul Klee sowie die Dresdner Künstler-Gruppe «Brücke» kommen 2010 im Kunstmuseum Moritzburg zu Ehren. «Wir haben im neuen Jahr ein dichtes, schönes Ausstellungsprogramm, das Ende März mit "Oskar Kokoschkas Antike" startet», sagte die Direktorin der Stiftung Moritzburg, Katja Schneider, in einem Gespräch mit der dpa. «Enden soll das Jahr mit einer Schau, in der es um die Freundschaft zwischen Franz Marc und Paul Klee geht. Ich denke, es wird 2010 ganz, ganz spannend.» 2009 kamen rund 90 000 Besucher in das Museum im überwiegend historischen Gemäuer nahe der Saale.   

 

Das Museum Moritzburg war im Dezember 2008 nach dreijährigem Umbau als Zentrum der Klassischen Moderne eröffnet worden. Es bekam einen 18 Millionen Euro teuren modernen Anbau, der 2009 zweimal mit schweren Baumängeln in die Schlagzeilen geriet. Anfang des Jahres musste er zwei Wochen lang geschlossen werden, weil ein Fluchtweg nachgebessert wurde. Vor einigen Wochen stellte sich dann heraus, dass erneut Nachbesserungen nötig sind.   

 

«Wir werden Teile des Hauses vom 25. Januar bis zum 26. März schließen. In den zwei Monaten werden wir alles erledigen, was noch offen ist», sagte Schneider. Es geht etwa um Brandschutzmängel. «Zu Ostern soll das Museum dann wieder strahlen und komplett geöffnet sein», sagte die Stiftungs-Chefin. Trotz der Diskussion um die Baumängel seien in diesem Jahr viele Besucher gekommen. «Darunter waren auch Auswärtige aus ganz Deutschland, die den Neubau sehen wollten.»   

 

Der Neubau beherbergt auch die Expressionismus-Sammlung des Würzburger Kunstsammler-Paares Gerlinger. «In der Schau der Sammlung wird es 2010 zwei Wechsel geben», sagte Schneider. Die erste Ausstellung «Die Brücke in Halle. 1910 und 2010» soll einen Traum verwirklichen, den der Maler Erich Heckel (1883-1970) 1907 hatte: Er bot damals dem Städtischen Museum in Halle eine «Brücke»-Exposition an - ohne Erfolg. Im Herbst seien dann Illustrationen der «Brücke»- Maler zu Literatur und Dichtung zu sehen. Der Unternehmer Gerlinger und seine Frau haben knapp 1000 Werke dauerhaft dem Landeskunstmuseum Stiftung Moritzburg in Halle überlassen. 

 

Gespräch: Sophia-Caroline Kosel, dpa

 

Mehr über das Kunstmuseum Moritzburg

 
Mehr als Provinz: Linz zieht positives Kulturhauptstadt-Resümee PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 31. Dezember 2009 um 09:19 Uhr

Von Miriam Bandar, dpa

 

Wien/Linz (dpa) - Über Linz lächelt man immer in Österreich, weil es sich so unwillkürlich auf Provinz reimt, spottete schon der Dichter Stefan Zweig über die Industriestadt nahe der deutschen Grenze. Dazu noch die unrühmliche NS-Vergangenheit als eine der Lieblingsstädte Adolf Hitlers und die meisten Touristen würden wohl sofort auf einen Abstecher verzichten. Doch als Kulturhauptstadt Europas haben 2009 rund drei Millionen Besucher die Stahlmetropole als spröde Schönheit mit unerwartet attraktiven Seiten sowie einem innovativen Programm kennengelernt. Der Stadt selbst hat das Projekt Internationalität und einen Energieschub gebracht, den sie nun selbst erhalten muss, sind sich die Organisatoren wie Politiker sicher.   

 

«Es war ein Lebensgefühl in der Stadt, wie man es hier noch nie erlebt hat», sagte der aus der Schweiz stammende Linz09-Intendant Martin Heller am Mittwoch der dpa. Die Menschen seien stolz auf ihre Stadt gewesen und hätten eine Neugier entwickelt, dies sei durch nichts aufzuwiegen. Denn zwischen dem Schmuckkästchen Salzburg und der Prunkmetropole Wien gelegen wird die 190 000-Einwohner-Stadt mit ihren im Vergleich eher bescheidenen historischen Bauten oft übersehen. Im Zweiten Weltkrieg wurden zudem weite Teile durch Luftangriffe zerstört. Die Industriestadt war fortan österreichweit eher dafür bekannt, dass sie mehr Arbeitsplätze als Einwohner bietet. Einzig die etwas trockene Marmeladen-Mürbeteigtorte brachte Linz internationale Wahrnehmung ein.   

 

Im vergangenen Jahr trat dann ein Team von Kulturmachern an, den von Linz bereits eingeschlagenen Weg einer modernen Stadt weiter zu verfolgen. Rund 5000 Künstler aus 66 Nationen gestalteten 220 Projekte. 7700 Veranstaltungen standen auf dem Programm. Statt auf spektakuläre Großprojekte setzten die Organisatoren lieber auf ein breites Themenspektrum und das Einbinden der Bevölkerung. «Auch wenn das Format einheitlich Kulturhauptstadt heißt, muss man aus sich selbst heraus ein Konzeptschneidern, das auf die speziellen Stärken und Schwächen eingeht», sagte Heller. Neben einer genauen Analyse der zu erreichenden Ziele sei dies ein Rat, den er künftigen Kulturhauptstadt-Organisatoren geben möchte.   

 

Das Label Kulturhauptstadt brachte die Stadt an der Donau auch dazu, sich erstmals in dieser Offenheit mit ihrer NS-Vergangenheit auseinanderzusetzen. Denn Hitler, der hier zur Schule ging, plante für eine seiner Lieblingsstädte zahlreiche Prunkbauten, Prachtstraßen und Kulturprojekte, die aber größtenteils Illusion blieben. Die im Schloss stattfindende Ausstellung unter dem provokanten Titel «Kulturhauptstadt des Führers» zog rund 60 000 Besucher an, auch andere Projekte thematisierten die düstere Historie von Linz.   

 

«Es war von Anfang an ganz klar, dass Linz von seiner braunen Vergangenheit nicht zu trennen ist», betonte Heller. Man habe sich entschlossen, diese mit großer Offenheit herzuzeigen und dafür Respekt gezollt bekommen. Auch die Mensch in der Region hätten sich der Vergangenheit gestellt und gelernt, diese Erbe als Teil ihrer Wirklichkeit zu begreifen. Denn anfangs habe es in Linz schon Unsicherheit gegeben, ob ein solch offener Umgang richtig sei und man nicht dadurch einen «Stempel» aufgedrückt bekomme, so Heller. «Es war sicher gut, dass ich von außen gekommen bin und mich weniger absprechen musste, ob man das überhaupt thematisiert», so der Schweizer.   

 

Aus diesem Grund der größeren Unabhängigkeit und dem «Blick von außen» rät Heller auch anderen Kulturhauptstädten zu dem bisher eher unüblichen Konzept einer künstlerischen Leitung oder Intendanz, wie sie Linz mit ihm und seinem Team für das Kulturhauptstadtjahr hatte. «Das hilft, auch ungewöhnliche Dinge zu tun», sagte er. Viele Formate könnten sich Menschen, die nicht im Kulturbetrieb tätig seien, erst gar nicht vorstellen.   

 

Den Abschied vom Titel will Linz an Silvester noch mit Feuerwerk und einer großen Feier zelebrieren, dann ist die Ex-Industriestadt für den Erhalt des Kultur-Energieschubs selbst verantwortlich. Den schönen Künsten zugutekommen könnte nach Meinung von Heller in diesem Zusammenhang die Wirtschaftskrise. Kulturinteressierte hätten im vergangenen Jahr das Loch gefüllt, dass der Einbruch von Geschäftsreisen gerissen hätte: Die Touristiker freuten sich mit rund 638 000 Nächtigungen über ein Plus von 11,4 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. «Die Stadt darf sich jetzt nicht auf dem Titel ausruhen, sondern muss sich weiter entwickeln», so Heller.

 
«Malerpfarrer» Sieger Köder wird 85 PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 31. Dezember 2009 um 09:14 Uhr

Ellwangen (dpa) - Der mit seinen farbenfrohen biblischen Bildern bekanntgewordene Maler Sieger Köder wird an diesem Sonntag (3. Januar) 85 Jahre alt. Der in Ellwangen (Baden-Württemberg) lebende Priester habe vielen Menschen neue Zugänge zur Bibel eröffnet, würdigte ihn der katholische Rottenburger Bischof Gebhard Fürst. Die 1992 veröffentlichte Köder-Bibel mit 107 Bildern wurde zehntausendfach verkauft und liegt inzwischen in der 11. Auflage vor.   

 

Köder wurde am 3. Januar 1925 im heutigen Aalen geboren. Dort arbeitete er nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst elf Jahre lang als Lehrer für Kunst und Englisch, bevor er in Tübingen und München katholische Theologie studierte. 20 Jahre lang war er dann als Gemeindepfarrer auf der Ostalb tätig. Als Künstler hat er rund 50 Kirchen gestaltet, mehr als 60 Bücher sind von ihm erschienen, viele hundert Gemälde hängen in ganz Europa.   

 

Köder selbst lehnt für sich die Bezeichnung Künstler ab. Er sieht sich als «Malerpfarrer». «Ich predige mit Bildern», beschreibt er seine Arbeit. Genau das machen ihm Kritiker zum Vorwurf: Seine Bilder seien bloß Illustrationen biblischer Texte, keine eigenständigen großen Kunstwerke.

 

Fast die ganze Bibel gemalt - Sieger Köder wird 85 Von Marc Herwig, dpa

 

 

Ellwangen (dpa) - Fast die ganze Bibel hat Sieger Köder gemalt - in leuchtenden Farben und ohne viele Schnörkel. Seine Bilder schmücken zahlreiche Kirchenfester und werden bei Andachten als leicht verständlicher Einstieg genutzt. An diesem Sonntag (3. Januar) wird der in Ellwangen (Baden-Württemberg) lebende Priester 85 Jahre alt. Vielen Menschen habe er mit seiner Kunst neue Zugänge zur Bibel eröffnet, würdigte ihn der Rottenburger Bischof Gebhard Fürst.   

 

Dabei wollte Köder nie ein Künstler sein. «Ich bin ein kleiner Prophet, der halt nicht sprechen kann, sondern malen», sagt er in einem Interview der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Sein erfolgreichstes Werk ist die 1992 veröffentlichte Köder-Bibel mit 107 Bildern, die zehntausendfach verkauft wurde und inzwischen in der 11. Auflage vorliegt.   

 

Köder hat rund 50 Kirchen künstlerisch ausgestaltet, mehr als 60 Bücher sind von ihm erschienen, viele hundert Gemälde hängen in ganz Europa. Bekannt wurde auch sein Bild für das Hungertuch der Hilfsorganisation Misereor im Jahr 1996. Sein letztes großes Werk war ein drei mal vier Meter großes Deckengemälde für die St. Clemens- Kirche in Wangen im Allgäu.   

 

Köders vollen Namen findet man auf den Bildern nie. «SK» schreibt er klein in eine der Ecken. Nach außen hin gibt sich der im heutigen Aalen geborene Priester meist etwas knorrig. Zu viel Interesse an seiner Person ist ihm unangenehm. «Ich bin Schwabe, ich bin Pfarrer, ich male Bilder», sagt Köder und findet, damit sei über seine Person mehr als genug gesagt.   

 

Zur Kirche und zum Pfarramt kam er erst spät. Nach dem Abitur 1943 in Ellwangen wurde Köder im Zweiten Weltkrieg zur Wehrmacht eingezogen. Er geriet in amerikanische Gefangenschaft, aus der er an Heiligabend 1945 zurückkehrte. Köder ging an die Kunstakademie Stuttgart, studierte in Tübingen Anglistik und wurde Lehrer für Kunst und Englisch an einem Gymnasium in Aalen. Sein Interesse an der Kirche wurde in dieser Zeit immer stärker. Vor allem die Kirchenreformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) und die Gestalt von Papst Johannes XXIII. hätten ihm mit 40 Jahren den Anstoß gegeben, Priester zu werden, erzählt Köder.   

 

In Tübingen und München studierte er katholische Theologie, wurde Vikar in Ulm und übernahm mit 50 Jahren seine erste Gemeinde in einem kleinen Dorf auf der Ostalb. Er sei Seelsorger mit großem Engagement gewesen, berichtete seine Gemeinde damals. Zum Malen blieben ihm dadurch bis zu seiner Pensionierung 1995 nur die Nächte.   

 

Große Kunst habe er nie schaffen wollen, betont Köder, der mit Vornamen eigentlich Siegfried heißt. Ihm sei es um handfeste Motive voller Geschichte und Geschichten gegangen. «Am leichtesten kann ich mit den Motiven Kinder in der Schule gewinnen. Je höher die akademischen Grade sind, desto weniger komme ich an. Ich predige mit Bildern», sagt der Malerpfarrer.   

 

Genau das machen ihm Kritiker zum Vorwurf: Seine Bilder seien bloß Illustrationen biblischer Texte, keine eigenständigen Kunstwerke. Köder trifft dieser Vorwurf nicht. «Mir geht es nicht darum, mich als Künstler zu verwirklichen, sondern als Priester den Menschen die Bibel und den Glauben zu erschließen.»

 

 

 
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